Biopatente

Gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere werden patentiert. Das Gleiche geschieht mit Organismen, die mit - wie es im Gesetz heißt - „im Wesentlichen biologischen“ Züchtungsmethoden hergestellt wurden.

Für viele Kritiker*innen von Gen-, Bio- und Reproduktionstechnologien sind die sogenannten Biopatente Bausteine eines Wirtschaftssystems, das sie nicht akzeptieren wollen. Hier manifestiert sich Konzernmacht. Die Unternehmen wollen Kontrolle über genetische Ressourcen ausüben. Und Patentämter bevorteilen die Anmelder*innen der Patente.
Mit Systemen wie zum Beispiel Open-Source-Lizenzen sollen Alternativen angeboten und Diskussionen angestoßen werden.

Im Gen-ethischen Netzwerk setzt sich die unabhängige Initiative Kein Patent auf Leben! unablässig gegen Patente auf Gene, Zellen, Organismen und Sorten ein, auch international im Bündnis No Patents on Seeds.

Beiträge zu diesem Thema

  • Stellungnahme: "Open Access" zu Digitaler Sequenzinformation (DSI)

    Von
    Pia Voelker ,

    Am 7. Oktober 2020 will das vom deutschen Ministerium für Forschung und Wissenschaft (BMBF) finanzierte WiLDSI-Projekt politisch-strategische Optionen vorstellen, mit denen die Interessen der Wissenschaft in der Debatte um die Digitale Sequenzinformation (DSI) in der Konvention über biologische Vielfalt (CBD) zur Geltung gebracht werden sollen.

  • Kein Patent auf gentechnisch veränderte Schimpansen!

    Von
    Gudula Madsen ,

    Europäisches Patentamt lehnt zum ersten Mal Ansprüche auf gentechnisch veränderte Tiere aus ethischen Gründen ab.

  • Entscheidung: Keine Patente auf Pflanzen und Tiere

    Von
    Judith Düesberg ,

    (Berlin 14.05.20) Es darf weiterhin keine Patente auf Pflanzen und Tiere geben, wenn diese „im Wesentlichen auf biologischen Verfahren beruhend“ entstanden sind! So lautet die heute veröffentlichte Entscheidung der Großen Beschwerdekammer, dem höchsten rechtlichen Gremium des Europäischen Patentamtes.

  • Biopiraterie 2.0?

    Von
    Judith Düesberg ,

    Die Bereitstellung von genetischen Informationen im Internet, stellt die internationale Gemeinschaft vor altbekannte und doch neue Fragen. Wer darf wie genetische Information nutzen? Das aktuelle Beispiel einer gentechnisch veränderten Kartoffel zeigt, wie Tatsachen vor Einigungen geschaffen werden.

  • Wir sind viele: Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!

    Von
    Judith Düesberg , 21. November 2019

    Das Europäische Patentamt bemüht sich um Klarheit, ob Pflanzen und Tiere aus konventioneller Zucht patentierbar sind oder nicht. Stellungnahmen von Zivilgesellschaft, Unternehmen und Mitgliedsländern zeigen, dass es eine ganze Menge Druck gegen diese Patente gibt! Dies ist umso wichtiger, weil Patente auf weite Teile der Lebensmittelproduktion ausgeweitet werden.