Internationaler Handel und Handelspolitik

Hunderttausende Menschen gingen in den letzten Jahren gegen TTIP und CETA auf die Straße. Der Protest gegen konzernfreundliche Freihandelsabkommen ist unüberhörbar geworden.
Internationale Handelspolitik gibt wichtige Rahmenbedingungen für die nationale sowie EU-weite Gesetzgebung vor. Umwelt- und Verbraucherschutzstandards gelten dabei häufig als reine Handelshemmnisse. Errungenschaften wie das Vorsorgeprinzip, das Staaten die Regulierung riskanter Technologien ermöglicht, werden in Frage gestellt. Auch Entscheidungen wie das Verbot bestimmter Reproduktionstechnologien aus ethischen Gründen oder die staatliche Begrenzung von Arzneimittelpreisen stehen in Verhandlungen um Freihandelsabkommen immer wieder auf dem Prüfstand.

Das Gen-ethische Netzwerk wendet sich gegen die Verwässerung von Standards im Rahmen handelspolitischer Erwägungen und setzt sich für einen global gerechten Welthandel ein.

Beiträge zu diesem Thema

  • NGOs enttäuscht von „Großer Koalition für TTIP“ im Europaparlament

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    (Berlin und Strasbourg, 8. Juli 2015) Die zivilgesellschaftlichen Bündnisse „TTIPunfairHandelbar“ und „Stop TTIP“ zeigen sich enttäuscht von der TTIP-Resolution des Europäischen Parlamentes. Sie kündigen weitere Proteste und eine Großdemonstration gegen TTIP und CETA im Rahmen eines europäischen Aktionstages am 10. Oktober in Berlin an.

  • Größte Europäische Bürgerinitiative: Zwei Millionen für Stop TTIP

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    (Berlin, 8. Juni 2015) Die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Stop TTIP“ hat die Zwei-Millionen-Marke übersprungen – wenige Tage, bevor das Europäische Parlament (EP) seine Resolution zu TTIP verabschiedet. Damit hat das von rund 470 Organisationen aus allen EU-Mitgliedsstaaten unterstützte Bündnis die bisher größte Europäische Bürgerinitiative seit der Einführung des Verfahrens vor drei Jahren organisiert.

  • Globaler Aktionstag gegen TTIP, CETA, TiSA!

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    Am Samstag, 18. April 2015, gibt es in 45 Ländern verschiedenste Aktionen gegen undemokratische Freihandels- und Investitionsschutzabkommen. Über 700 Demonstrationen, Straßenaktionen sowie Info- und Diskussionsveranstaltungen gegen die Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA sind angemeldet. In Deutschland finden in 160 Städten Aktionen statt. Auch das GeN ist mit von der Partie.