Internationaler Handel und Handelspolitik

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Internationale Handelspolitik gibt wichtige Rahmenbedingungen für die nationale sowie EU-weite Gesetzgebung vor. Umwelt- und Verbraucherschutzstandards gelten dabei häufig als reine Handelshemmnisse. Errungenschaften wie das Vorsorgeprinzip, das Staaten die Regulierung riskanter Technologien ermöglicht, werden in Frage gestellt. Auch Entscheidungen wie das Verbot bestimmter Reproduktionstechnologien aus ethischen Gründen oder die staatliche Begrenzung von Arzneimittelpreisen stehen in Verhandlungen um Freihandelsabkommen immer wieder auf dem Prüfstand.

Das Gen-ethische Netzwerk wendet sich gegen die Verwässerung von Standards im Rahmen handelspolitischer Erwägungen und setzt sich für einen global gerechten Welthandel ein.

Beiträge zu diesem Thema

  • „Mehr Schaden als Nutzen”

    Frontales Portrait von Tim Schwab
    Interview mit
    24. Mai 2024

    Die Bill-and-Melinda-Gates-Stiftung ist die größte private Stiftung der Welt und in vielen Technologiefeldern zur Armutsbekämpfung aktiv. Der US-amerikanische Journalist Tim Schwab hat 2023 seine kritischen Recherchen zur Stiftung in einem Buch veröffentlicht.

  • In der EU verbotene Pestizide nicht in andere Länder exportieren!

    Feld und Landwirt
    Mit
    GeN

    In einem offenen Brief fordern wir gemeinsam mit über 50 anderen Organisationen ein gesetzliches Verbot des Exports von Pestiziden, die in der EU aufgrund von Gefahren und Risiken für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt nicht genehmigt sind.

  • TTIP 2.0 durch die Hintertür?

    Von
    13. August 2020

    Längst führt die EU wieder Verhandlungen zu Handelsabkommen mit den USA. In Sachen Transparenz fallen diese weit hinter TTIP zurück und auch für die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen könnten sie fatale Folgen haben.

  • EU genehmigt Übernahme von Monsanto

    Industrieanlage BASF

    Die Europäische Union hat ihr o.k. zur umstrittenen Übernahme von Monsanto durch den deuschen Chemie-Konzern Bayer gegeben.

  • Des Kolonialismus neue Kleider

    26. Mai 2017

    Schon seit langem existieren ungerechte Handelsabkommen zwischen Afrika und dem Rest der Welt. Afrika dient dabei der billigen Versorgung mit Rohstoffen und wird in konstanter Armut gehalten. Ein aktuelles Beispiel sind die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen. Sie dienen der Handelsliberalisierung und könnten auch Auswirkungen auf die Saatgutgesetzgebung haben.