Internationaler Handel und Handelspolitik

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Internationale Handelspolitik gibt wichtige Rahmenbedingungen für die nationale sowie EU-weite Gesetzgebung vor. Umwelt- und Verbraucherschutzstandards gelten dabei häufig als reine Handelshemmnisse. Errungenschaften wie das Vorsorgeprinzip, das Staaten die Regulierung riskanter Technologien ermöglicht, werden in Frage gestellt. Auch Entscheidungen wie das Verbot bestimmter Reproduktionstechnologien aus ethischen Gründen oder die staatliche Begrenzung von Arzneimittelpreisen stehen in Verhandlungen um Freihandelsabkommen immer wieder auf dem Prüfstand.

Das Gen-ethische Netzwerk wendet sich gegen die Verwässerung von Standards im Rahmen handelspolitischer Erwägungen und setzt sich für einen global gerechten Welthandel ein.

Beiträge zu diesem Thema

  • TTIP bringt Gentechnik-Regulierung durcheinander

    1. Juli 2016

    Schon vor dem Abschluss der Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen beeinflusst TTIP politische Entscheidungsprozesse der EU. Das zeigt sich beispielsweise am Umgang mit neuen Gentechnik-Verfahren. Interne Dokumente erlauben Einblicke in die Hinterzimmer der Macht.

  • Landwirtschaftslobby in Aktion

    Die Lobbyvereinigung der US-amerikanischen Soja-Industrie American Soybean Association (ASA), macht weiter Druck in Sachen gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen. In zwei offenen Briefen forderte sie letzte Woche die Zulassung dreier gv-Sorten für den Import in die EU sowie die Absenkung der diesbezüglichen Beschränkungen im Rahmen von TTIP.

  • TTIP-Leaks: CETA nicht vergessen!

    Die Veröffentlichung von hunderten Seiten geheimer TTIP-Verhandlungspapiere am Montag war spektakulär. Dank den KollegInnen von Greenpeace wissen wir nun, dass unsere Befürchtungen nicht aus der Luft gegriffen sind: Schwarz auf weiß lässt sich darin nachlesen, dass die USA das Abkommen dazu nutzen wollen, das Vorsorgeprinzip zu unterlaufen und den Marktzugang für gentechnisch veränderte Pflanzen zu ebnen.

    Zweifel am Abschluss von TTIP ist plötzlich aus unerwarteten Ecken zu hören. Doch bei aller berechtigten Aufregung sollten wir CETA, das Abkommen mit Kanada, nicht vergessen...

  • Freier Marktzugang für GVO?

    1. März 2016

    Das Trans-Pazifische Partnerschaftsabkommen (TPP) wurde kürzlich unterzeichnet, nun liegt es den elf Vertragsstaaten zur Ratifizierung vor. Eine Analyse des Third World Network zeigt, wie das Abkommen die Gentechnikregulierung in Malaysia und anderen Importländern unterlaufen könnte.

  • Wir haben Agrarindustrie satt! Kommt zur Demo am 16. Januar 2016

    (Berlin, November 2015) Das GeN ist gemeinsam mit vielen anderen Vereinen und Verbänden Träger der Wir haben es satt!-Demo 2016. Nicht zuletzt aus diesem Grunde freuen wir uns über rege Teilnahme. Nach einer äußerst erfolgreichen Demonstration gegen die derzeit zur Diskussion stehenden Freihandels- und Investitionsschutz-Abkommen CETA, TTIP und TISA, hoffen wir auf ein vergleichbar starkes Signal für ein Ende der industriellen Landwirtschaft. Die Demo findet am 16. Januar 2016 in Berlin statt.