Biosecurity

Schwerpunkt

Wissenschaft und Gesellschaft müssen Verantwortung für die Gefahren übernehmen, die sich aus biosicherheitsrelevanten Forschungsprojekten ergeben. Dabei ist es mit technischen Lösungen nicht getan.

Impressum

GID 225, August 2014, 30. Jahrgang, ISSN 0935-2481, Redaktion: Theresia Scheierling (ViSdP), Anne Bundschuh, Monika Feuerlein, Christof Potthof, Uta Wagenmann, Carolin Worstbrock

Artikel in dieser Ausgabe

  • Ethikrat: Ohne Gesetze geht es nicht

    Interview mit
    Silja Vöneky

    Der Deutsche Ethikrat hat im Mai eine Stellungnahme zur missbrauchsfähigen Forschung veröffentlicht. Darin werden gesetzliche Regulierungen und ein neuer Kodex für WissenschaftlerInnen gefordert.

  • Biosecurity: Empfehlungen des Ethikrats

    Anne Bundschuh

    Der Deutsche Ethikrat (DER) hat am 7. Mai 2014 seine Stellungnahme „Biosicherheit - Freiheit und Verantwortung in der Wissenschaft“ veröffentlicht und an die Bundesregierung übergeben. Wir dokumentieren die Empfehlungen in Auszügen.

  • Mehr Stop als Go

    Kathryn Nixdorff

    International treten die Bemühungen zur Verhinderung des Missbrauchs von Ergebnissen lebenswissenschaftlicher Forschung für die Entwicklung von Biowaffen auf der Stelle. Trotzdem gibt es Ansatzpunkte, wie Fortschritte gemacht werden könnten.

  • Risikokommunikation

    Petra Dickmann

    Die Welt ist im Wandel. In früheren Jahren bestimmten eine relativ klare Front zwischen Ost und West und eine verhältnismäßig übersichtliche Informationslage die Diskussionen über Gefahren von Biowaffen. Mittlerweile haben der wissenschaftliche Fortschritt, das Internet und terroristische Akteure die Debatte über Missbrauch von Ergebnissen medizinischer und biotechnologischer Forschung deutlich komplexer werden lassen.

  • Mehr Biosecurity!

    Christof Potthof

    Der Deutsche Ethikrat weist mit seinen Empfehlungen zur Biosecurity in die richtige Richtung. Auch wenn Wünsche offen bleiben, sollten Politik und Wissenschaft mit der Umsetzung nicht lange warten. Eine erste Bestandsaufnahme.

  • Umstrittene Experimente mit Krankheitserregern

    Christof Potthof

    Zunehmend sind sogenannte Gain-of-Function-Experimente ins Zentrum der Diskussion über missbrauchsfähige Forschung in Biowissenschaften und Medizin gerückt.

  • Mit der Gentech-Industrie unter einer Decke

    Anthony Jackson, Helen Wallace

    Der Vorschlag für die sogenannte Opt out-Regulierung für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa muss durch das Europäische Parlament verbessert werden, wenn er nicht dazu führen soll, dass gentechnisch veränderte Herbizid-tolerante RoundupReady-Pflanzen schneller in der EU eingeführt werden können.

  • Wahlfreiheit als Auswahl-Pflicht

    Sarah Clasen
    Um die beiden so genannten Brustkrebsgene BRCA 1 und 2 hat sich in den vergangenen knapp zwanzig Jahren eine Praxis der Gendiagnostik und Früherkennung etabliert, die die Selbstwahrnehmung positiv getesteter Frauen und ihre sozialen und familiären Beziehungen verändert. Zwei unlängst erschienene Studien beschäftigen sich mit subjektiven und innerfamiliären Ausdeutungen der Diagnose.

  • Nationale Anbauverbote: ein Grund zur Freude?

    Daniel Hertwig

    Die Bundesregierung hat einer Neuregelung von Gentechnik-Anbauverboten in der EU zugestimmt. Nichtregierungsorganisationen sind skeptisch - und hoffen auf das Europäische Parlament.

  • „Tanzt aus der Reihe“

    Antje Barten

    In diesem Jahr hat die behindert und verrückt feiern - Pride Parade mindestens doppelt so viele Menschen angezogen wie 2013 und große mediale Aufmerksamkeit erfahren. Die gegenüber dem Mainstream radikal andere Vorstellung von einer inklusiven Gesellschaft, die die Paradeteilnehmer_innen vereint, wird in manchen Medien aber gern ignoriert. Ein Paradebericht.