Freihandelsabkommen und Gesundheit

Schwerpunkt

Von Freihandels- und Investitionsschutzabkommen profitieren nicht nur die üblichen Verdächtigen aus Pharma-, Biotech- und Diagnostikindustrie - die Abkommen gefährden auch massiv Gesundheit, Versorgung und soziale Sicherungssysteme.

Impressum

GID 232, Oktober 2015, 31. Jahrgang, ISSN 0935-2481, Redaktion: Theresia Scheierling (ViSdP), Kirsten Achtelik, Anahita Bidjanbeg, Anne Bundschuh, Monika Feuerlein, Christof Pott­hof, Uta Wagenmann

Artikel in dieser Ausgabe

  • TTIP: Die Pharma-Lobby mischt mit

    Pia Eberhardt

    Mindestens 40 Millionen Euro hat die Pharma-Lobby im Jahr 2014 ausgegeben, um die EU-Institutionen in Brüssel zu beeinflussen. Das ist 15mal mehr als Organisationen der Zivilgesellschaft zur Verfügung hatten, die sich zum Beispiel für einen besseren Zugang zu Medikamenten einsetzen.

  • Streit um Biologicals

    Ruth Lopert, Deborah Gleeson

    Wie die Debatte um biologische Arzneimittel dazu beitrug, die Verhandlungen zum Trans-Pazifischen Freihandelsabkommen zum Stillstand zu bringen.

  • Biologische Arzneimittel im TTIP

    Anne Bundschuh

    Nicht nur im TPP, auch im TTIP wird über Biologicals beziehungsweise deren Nachahmerpräparate verhandelt. Wir geben drei Einblicke.

  • Freier Handel mit Gentests?

    Uta Wagenmann

    Die Regulierung von Medizinprodukten in der EU hat mit Verbraucherschutz und Patientensicherheit wenig zu tun - außer bei Gentests. Hier könnte TTIP eine umfassende Liberalisierung einläuten.

  • „Wir können diesen Kampf gewinnen“

    Interview mit
    Melinda St. Louis

    Auch in den USA gibt es eine lebhafte Protestbewegung gegen die geplanten Freihandelsabkommen. Insbesondere im Verlauf des letzten Jahres hat der Widerstand von Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Graswurzelbewegungen nochmal deutlich Fahrt aufgenommen. Wir sprachen mit der Handelsexpertin Melinda St. Louis über Akteure, Kritikpunkte und aktuelle Entwicklungen.

  • Gesundheit wegverhandeln?

    Michael Butler

    In Kanada hat das geplanteFreihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada (CETA) einige Debatten ausgelöst. Denn schon heute kommen Kanadier kaum an bezahlbare Medikamente, und mit CETA wird das nicht einfacher.

  • Zu Risiken und Nebenwirkungen

    Mareike Ahrens

    Freihandelsabkommen können den Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten erschweren, insbesondere für Menschen in ärmeren Ländern. Dies geschieht durch die Verschärfung bestimmter Klauseln zum Schutz des geistigen Eigentums.

  • BMBF mit sich zufrieden

    Christof Potthof

    Mit einer neuen Publikation über die biologische Sicherheitsforschung an gentechnisch veränderten Pflanzen begeht das Bundesministerium für Bildung und Forschung das 25-jährige Jubiläum der Förderung dieses Forschungszweiges. Das Ministerium verpasst die Gelegenheit, sich der Kritik zu stellen.

  • „Genome editing“ ist Gentechnik

    Christof Potthof

    Ein Rechtsgutachten stützt die Position vieler Nichtregierungsorganisationen: Neue Verfahren des „genome editing“ sind Gentechnik und müssen entsprechend reguliert werden.

  • Reproduktive Freiheit?

    Erika Feyerabend

    Der erste Kongress Frauen gegen Gentechnik und Reproduktionstechnik jährt sich 2015 zum 30. Mal - so wie die Gründung des GeN im kommenden Jahr. Anlass genug für eine feministische Spurensuche.

  • PID-Zentren wollen mehr

    Kirsten Achtelik

    Die PID-Zentren in Hamburg und Lübeck haben detaillierte Zahlen zum ersten Jahr der Durchführung in Deutschland veröffentlicht. Wird damit die Geheimhaltungspflicht umgangen?

  • Willkommenskultur für Ungeborene?

    Kirsten Achtelik

    Zum elften Mal fand am 19. September der „Marsch für das Leben“ in Berlin statt. Die Proteste dagegen nehmen zu.

  • Selbstregulierung reicht nicht

    Interview mit
    François Meienberg

    Über den Sommer versuchte der US-Konzern Monsanto den Schweizer Konkurrenten Syngenta gegen den Willen von dessen Vorstand zu übernehmen. Das Unterfangen scheiterte letztendlich, wirft aber trotzdem einige Fragen auf, die wir mit François Meienberg von der Erklärung von Bern besprechen.