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3. November 2016

(München, 3. November 2016) In einer lang erwarteten Stellungnahme erklärt die EU-Kommission, dass sie Pflanzen und Tiere aus „im Wesentlichen biologischen Verfahren“ zur Züchtung für nicht patentierbar hält. Diese Aussage steht in starkem Gegensatz zu der bisherigen Praxis des Europäischen Patentamts (EPA), das bereits über 100 Patente erteilt hat, welche die konventionelle Züchtung betreffen, darunter sogar Patente auf Tomaten und Brokkoli.

5. Dezember 2016 Isabelle Bartram

Kein Nachweis für den Nutzen von Biomarkertests bei der Brustkrebs-Therapieentscheidung. Das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) kann bei der jetzigen Datenlage keinen Nutzen von Biomarkertests bei der Entscheidung für oder gegen Chemotherapie feststellen. Skandalös also, dass die Hersteller ihre Test bisher als „sicher“ und „eindeutig“ an Brustkrebspatientinnen vermarkten konnten und dies wohl auch weiterhin tun werden.

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29. November 2016

(Berlin, 28.11.2016) Das Gen-ethische Netzwerk hat gemeinsam mit über 450 weiteren Organisationen einen Offenen Brief gegen die Ratifizierung von CETA, dem geplanten Freihandels- und Investitionsschutzabkommens der EU mit Kanada, unterzeichnet.

26. Oktober 2016

(Berlin, 26. Oktober 2016) Maßnahmen gegen eine unkontrollierte Ausbreitung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) fordern das Institut Testbiotech, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut), das Gen-ethische Netzwerk und Save Our Seeds (SOS) in einem gemeinsamen Schreiben an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Die Organisationen setzen sich für ein internationales Verbot der Freisetzung von Organismen ein, die mit neuen Gentechnikverfahren erzeugt wurden. Dazu zählen sogenannte "Gene Drives", die zur gentechnischen Veränderung natürlicher Populationen und zur Ausrottung bestimmter Arten diskutiert werden.

22. September 2016

(Berlin, 22. September 2016) Zum heutigen Kinostart des Films „24 Wochen“ möchten wir auf eine Besprechung aufmerksam machen, die im Gen-ethischen Infomationsdienst (GID) anlässlich der Premiere auf der Berlinale erschienen ist: Die Grenzen des Tabubruchs von Susanne Schultz

 

238 - Oktober 2016
GID_Titel238

Nicht selten gelingt es der (Biotech-)Industrie, ihre Interessen in der Politik und der Gesetzgebung zu verankern - mal auf ganz direkten, mal auf eher subtilen Wegen. In diesem GID spüren wir diesen Wegen nach.

Treue
August 2004

Ein amerikanisches Forscherteam um Miranda Lim von der Emory-Universität in Atlanta berichtet in der Fachzeitschrift Nature (Band 429) von Experimenten, bei denen zwei Arten von Wühlmäusen bezüglich ihres Sozialverhaltens miteinander verglichen wurden. Dabei hätten sie festgestellt, dass die Männchen der Wiesenwühlmaus des öfteren ihre Partnerinnen wechseln, während die der Präriewühlmäuse monogame Beziehungen eingehen. Laut Lim und ihren Kollegen ist das Treue-Verhalten auf Vasopressin-Rezeptoren im Belohnungszentrum des Gehirns zurückzuführen, von denen sie bei den Präriewühlmäusen einen erhöhten Anteil gefunden hätten. Nach dieser Feststellung habe das Team das entsprechende Rezeptor-Gen namens V1aR in das Gehirn der Wiesenwühlmäuse eingeschleust, die daraufhin ihr promiskuitives Verhalten eingestellt hätten und ihrer derzeitigen Mäusedame treu geblieben seien. Die Forscher erhoffen sich durch die Erkenntnisse neue Einblicke, wie Verhaltensweisen auch bei Menschen möglicherweise durch die Aktivität eines einzelnen Gens zustande kommen können.

www.wissenschaft.de, 23.07.04