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29. Juni 2016

(München, 29. Juni 2016)Über 800.000 Unterschriften gegen Patente auf Pflanzen und Tiere werden heute in München an den Präsidenten des Verwaltungsrates des Europäischen Patentamtes (EPA), Jesper Kongstad sowie an den Vorsitzenden des Ausschusses Patentrecht, Sean Dennehey, übergeben. Die Unterschriften wurden u.a. in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Spanien, Portugal und Frankreich gesammelt. Hinter dem Appell steht ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen, darunter Campact (Deutschland), Arche Noah (Österreich), Bionext (Niederlande), Erklärung von Bern (Schweiz), WeMove (EU) und weitere Mitglieder der Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“.

30. Mai 2016 Uta Wagenmann

Blut ist ein Rohstoff. Das geht aus einer Meldung der Ärztezeitung hervor, in der über die Expansion des Blutprodukteherstellers Biotest AG in Ungarn berichtet wird. Das Unternehmen baue mit der Eröffnung seines vierten Plasmapheresezentrums „sein Netzwerk zur Rohstoffgewinnung weiter aus“. Dass für die Beschaffung von Blutplasma Menschen nötig sind, scheint nur durch die Erwähnung der Bettenanzahl des Zentrums kurz auf. Folgerichtig ist auch über Behandlung und Bezahlung der Rohstofflieferanten nichts zu erfahren.

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22. Juni 2016

(Bad Vilbel, Berlin, Lüneburg, 21. Juni 2016) Die Maßnahmen von acht deutschen Bundes­ländern zur Überwachung des Durchwuchses von gentechnisch verändertem (GV) Raps auf Flächen, die mit dem GV-Event OXY-235 verunreinigt wurden, sind ungenügend. Dies ergaben die Antworten von sieben Landesministerien auf Nachfrage der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgut­arbeit (IG Saatgut) und dem Gen-ethischen Netzwerk (GeN). Die Organisationen fordern die Bundes­länder auf, hier nachzubessern, und eine konsequente, 20-jährige Überwachung der verun­reinig­ten Flächen sicherzustellen.

21. Juni 2016

Groß ist das Interesse von Biobank-Betreibern, das Datenschutzrecht auf den Bedarf von Biobanken auszurichten. In der neuesten Ausgabe des GID berichten wir über die Lobbyarbeit der Branche, mit der sie - unter anderem in der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung - die informierte Zustimmung durch eine allgemeine, „breite“ Einwilligung in die Verwendung von Gesundheitsdaten und Bioproben zu ersetzen versucht. Dieser Angriff auf Grundsätze des Daten- und Persönlichkeitsschutzes in der medizinischen Forschung ist aber noch gar nichts gegen die aktuellen Bestrebungen der Bundesregierung. Sie hat einen "Entwurf eines Gesetzes zum besseren Informationsaustausch bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus" (Anti-Terror-Gesetz) vorgelegt.

15. Juni 2016

Die Lobbyvereinigung der US-amerikanischen Soja-Industrie American Soybean Association (ASA), macht weiter Druck in Sachen gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen. In zwei offenen Briefen forderte sie letzte Woche die Zulassung dreier gv-Sorten für den Import in die EU sowie die Absenkung der diesbezüglichen Beschränkungen im Rahmen von TTIP.

235 - April 2016
GID_Titel235

Gegen eine paternalistische Medizin erkämpft, hat sich der Anspruch auf Aufklärung und Beratung in der ausufernden Gen- und Pränataldiagnostik zu einem Instrument der Biopolitik gewandelt.

Cholesterinspiegel
August 2005

Probleme mit einem erhöhten Cholesterinspiegel sollen stärker von der genetischen Veranlagung abhängen als von der Lebensweise. Dies wollen US-amerikanische Forscher um Paul Williams vom Lawrence Berkeley National Laboratory jedenfalls in einer Studie an 28 Zwillingspaaren herausgefunden haben. Diesen Probanden verordneten die Wissenschaftler zunächst eine fettarme, dann eine sehr fetthaltige Diät. Anschließend bestimmten sie den Cholesterinspiegel der Testpersonen. Dabei stellten die Forscher fest, dass die Probanden insgesamt sehr unterschiedlich, Zwillinge aber sehr ähnlich reagierten. Dies sei auch dann der Fall gewesen, wenn die Zwillinge einen sehr unterschiedlichen Lebensstil an den Tag legten, also der eine beispielsweise eher eine "Couch-Potato", der andere ein sportlicher Typ war. Die Gene haben folglich einen größeren Einfluss auf die Fettwerte als der Lebensstil, folgern die Forscher.

www.wissenschaft.de, 09.07.05