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14. Februar 2017

(Berlin, 14. Februar 2017) Stellungnahme von 20 Gruppen und Organisationen anlässlich der Tagung des Gemeinsamen Bundesausschuss am 16. Februar

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im August 2016 das Methodenbewertungsverfahren zur Einführung von nicht-invasiven pränatalen Tests (NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 in die reguläre Schwangerenversorgung eingeleitet. Die unterzeichnenden Organisationen wenden sich daher gegen die weitere Normalisierung selektiver Pränataldiagnostik und fordern eine andere Art der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um Schwangerenvorsorge und Behindertenfeindlichkeit.

 

25. Januar 2017 Kirsten Achtelik

Nach dem Vorbild der Londonder „Fertility Show“ organisiert der britische Messeveranstalter „f2f Events“ die „Kinderwunsch Tage“, eine Messe, auf der Reproduktionszentren ihre Angebote vorstellen. Zielpublikum sind deutlich Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch. Dagegen regt sich Widerstand.

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16. Februar 2017

(Berlin, 16.02.2017)

In seiner heutigen Sitzung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das IQWiG (Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) mit der Erstellung einer Versicherteninformation beauftragt. Der G-BA geht dabei davon aus, dass diese Beauftragung das Ergebnis des seit August 2016 laufenden Methodenbewertungsverfahrens nicht vorweg nimmt.

Das Gen-ethische Netzwerk kann diese Einschätzung nicht teilen.

14. Februar 2017

(Berlin, 14. Februar 2017) Verbände aus den Bereichen Landwirtschaft, Saatgutzüchtung, Umwelt und Technikfolgenabschätzung warnen vor einer Aufweichung der Gentechnik-Gesetzgebung. Aktuell wird diskutiert, ob neue Gentechnik-Verfahren, die zum Teil erst seit wenigen Jahren bei Pflanzen genutzt werden, unter die Regelungen der EU-Gentechnik-Gesetzgebung fallen oder nicht. Mit der gemeinsamen Tagung von Leopoldina, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und Deutschem Ethikrat - „Brauchen wir eine neue Gentechnik-Definition? Naturwissenschaftliche, ethische und rechtliche Perspektiven der Regulierung genom-editierter Pflanzen“ – wird die laufende Diskussion weiter angeheizt.

3. Februar 2017

(Berlin, 3. Februar 2017) Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) fordert, dass auch in Zukunft jegliche Anwendung von Genome Editing-Verfahren an reproduktiven menschlichen Zellen verboten bleiben muss. Das ist nur eine von insgesamt acht Forderungen, die das GeN in einer heute veröffentlichten Stellungnahme formuliert. Darin setzt sich das GeN sowohl mit dem wissenschaftlichen wie auch dem gesellschaftlichen Umgang mit den neuesten Spielarten der Gentechnik auseinander - sowohl was deren Nutzung in der Medizin wie auch in der Landwirtschaft anbelangt.

240 - Februar 2017
GID_Titel240

Die Möglichkeit, aus dem Blut der Schwangeren DNA des Fötus zu isolieren und zu testen, ist ein Instrument der selektiven Pränataldiagnostik (PND). Obwohl dessen Auswirkungen erst ansatzweise diskutiert sind,  soll es bereits in die Krankenkassenversorgung integriert werden.

Sprache
November 2009

WissenschaftlerInnen der University of California/Los Angeles wollen ein Gen identifiziert haben, das für die Fähigkeit des Menschen zu sprechen, verantwortlich sei. Sie erklärten in der Wissenschaftszeitschrift Nature, dass es an zwei Stellen kleine Unterschiede in dem Gen FOXP2 bei Menschen im Vergleich zu dem bei Schimpansen gebe. Dieser kleine Unterschied mache aber einen großen Unterschied in der Regulierung einer Vielzahl weiterer Gene aus. In Experimenten mit Hirngewebe identifizierte das Team um Daniel Geschwind identifizierte 116 Gene, deren Aktivität von FOXP2 gesteuert werde. Allerdings wurde bisher nur eines dieser regulierten Gene mit der Sprechfähigkeit in Verbindung gebracht - ein Ausfall dieses CNTNAP2 genannten Gens wird mit Sprachentwicklungsstörungen in Verbindung gebracht. Weitere Argumente von SkeptikerInnen gegenüber dieser These: Auch bei Neandertalern habe man dieselbe Genvariante gefunden. Und: FOXP2 beim Menschen unterscheide sich nur in gerade vier Basenpaaren vom FOXP2 bei der Maus. Geschwind selbst distanziert sich von denjenigen, die FOXP2 bereits als „Sprachgen“ titulieren. Er erklärte: „Entweder ist FOXP2 selbst verdammt wichtig, oder es ist Teil eines Regelkreises, das heißt etwas anderes, das noch niemand gefunden hat, reguliert FOXP2.“

NY Times, 12.11.09; wissenchaft-online.de, 13.11.09; bionews, 16.11.09