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18. August 2016

(Berlin, 18. August 2016) Das GeN kritisiert vehement den heutigen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), ein Methodenbewertungsverfahren für so genannte nicht-invasive pränataldiagnostische Tests (NIPT) einzuleiten. Damit wird deren Einführung in die Regelversorgung von Schwangeren wahrscheinlich. Das Gen-ethische Netzwerk wird sich diesem Vorhaben auch weiterhin mit allen Kräften entgegenstellen. Es kann und darf nicht sein, dass die mit einer selektiven Praxis verbundenen NIPT Routine in der Schwangerenversorgung werden!

30. Mai 2016 Uta Wagenmann

Blut ist ein Rohstoff. Das geht aus einer Meldung der Ärztezeitung hervor, in der über die Expansion des Blutprodukteherstellers Biotest AG in Ungarn berichtet wird. Das Unternehmen baue mit der Eröffnung seines vierten Plasmapheresezentrums „sein Netzwerk zur Rohstoffgewinnung weiter aus“. Dass für die Beschaffung von Blutplasma Menschen nötig sind, scheint nur durch die Erwähnung der Bettenanzahl des Zentrums kurz auf. Folgerichtig ist auch über Behandlung und Bezahlung der Rohstofflieferanten nichts zu erfahren.

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12. August 2016

(Berlin, 12. August 2016) In einem Offenen Brief protestiert das GeN gemeinsam mit fünf anderen Organisationen beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA): Völlig überraschend soll dort am kommenden Donnerstag, mitten in der Sommerpause, über die Einleitung eines regulären Methodenbewertungsverfahrens beraten werden, an dessen Ende voraussichtlich die Einführung von nicht-invasiven Bluttests (NIPT) in die Schwangerenversorgung stehen wird. Bisher ging die Öffentlichkeit davon aus, dass der G-BA die Bluttests probeweise in die Regelversorgung einführen will. Nun steht die reguläre Einführung auf der Tagesordnung und wir fordern: Streichen Sie den Tagesordnungspunkt unverzüglich!

10. August 2016

(Berlin, 10. August 2016) Über 100 Nobelpreisträger unterzeichneten im Juni einen Offenen Brief, in dem sie für die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen werben. Einen besonderen Fokus legen sie dabei auf den so genannten Goldenen Reis. Zusammen mit zahlreichen weiteren Nichtregierungsorganisationen hat das GeN heute eine Gegendarstellung veröffentlicht:

1. August 2016

Die französische Regierung will die Genomforschung mit einer Finanzspritze von 670 Millionen Euro konkurrenzfähig machen. Finanzielle Unterstützung bekommt die Initiative außerdem von der Industrie. Geplant sind zwölf Einrichtungen zur Genomsequenzierung, zwei nationale Zentren für „Genom-Expertise und Datenanalyse“ sowie ein Regierungskomitee unter Leitung von Premierminister Manuel Valls, das die Implementierung des Programms überwachen soll.

236 - Juni 2016
GID_Titel236

Aktuell beherrschen Themen wie Glyphosat-Einsatz, der Monsanto-Bayer-Deal, die Mängel des EU-Risikomanagements oder die Zulassung neuer Sorten für die Verwendung im Anbau oder in der Verarbeitung die Diskussionen zur Agro-Gentechnik. Nicht in diesem Heft.

Schizophrenie
April 2008

Mit Hochdurchsatztechnik beteiligt sich auch das Genetics Research Centre (GRC) in München an der Suche nach „Risikogenen“ für Schizophrenie. Von einem „Gen für Schizophrenie“ ist allerdings dort nicht die Rede, sondern „von einer komplexen polygenen Disposition“, bei der sich die Erkrankung erst unter dem Einfluss belastender Umweltfaktoren manifestiert. Im Grunde entspricht diese Erkenntnis dem Stand der dreißiger Jahre, als die Humangenetiker der Münchener Forschungsanstalt für Psychiatrie bereits in Zwillingsstudien zu einer ähnlichen Einschätzung gekommen waren. Heute heißt die Forschungsanstalt MPI für Psychiatrie und ist Mitbetreiberin des GRC. Hoch sind indes die Erwartungen des Mitbetreibers und Pharmamultis GlaxoSmithKline, der sich von den Münchnern „maßgeschneiderte Medikamente“ für psychiatrische „Volkskrankheiten“ erhofft.

Ärzte Zeitung, 04.03.2008; Informationsdienst Wissenschaft 07.11.02