Big Pharma steigt in Genomsequenzierung ein
Das Genom von zwei Millionen Menschen will der Pharmariese AstraZeneca in den kommenden Jahren sequenzieren. Die Genome sollen von TeilnehmerInnen klinischer Studien des Unternehmens in den vergangenen fünfzehn und den kommenden zehn Jahre gewonnen werden.
Außerdem hat AstraZeneca Kooperationsverträge abgeschlossen, um an weitere Genome zu kommen, so etwa mit dem britischen Wellcome Trust Sanger Institute, dem Institut für Molekulare Medizin in Helsinki oder mit Human Longevity, einer Firma des US-Forschers Craig Venter.
Auch auf öffentlich zugängliche Genome will das Pharmaunternehmen zugreifen. seDie Investition - pro Genomsequenzierung fallen immer noch etwa 1.000 US-Dollar an - begründet ein Sprecher von AstraZeneca mit dem Ziel, die Medikamentenentwicklung „in allen therapeutischen Bereichen“ vorantreiben zu wollen.
(Ärzteblatt online und PM AstraZeneca, 22.04.16)