Reprotechnologien

Eizellen„-spende“ und „Leihmutterschaft“ sind in Deutschland verboten, das regelt das Embryonenschutzgesetz (EschG). Um solche  Reproduktionstechnologien dennoch zu nutzen, reisen Schätzungen zufolge jedes Jahr bis zu 3.000 deutsche Paare ins Ausland. Der starke Kinderwunsch dieser Paare, das vermeintliche Kindeswohl, die mit dem Reproduktionstourismus verbundenen Probleme, ein postuliertes „Recht“ auf ein eigenes Kind - diese Argumente werden von unterschiedlichen Gruppen verstärkt vorgebracht, um die Verabschiedung eines „modernen“, liberalen Fortpflanzungsmedizingesetzes voranzubringen.

Selten thematisiert werden die geringen Erfolgsaussichten reproduktiver Technologien oder alternative Möglichkeiten der Familiengründung wie Pflegekinder oder Co-Parenting. Die Probleme und Rechte von „Spenderinnen“ und „Leihmüttern“ kommen in diesen Diskursen noch weniger vor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Zwischen Ausbeutung und reproduktiver Freiheit

    Von
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    Online-Veranstaltungsreihe des Gen-ethischen Netzwerks e.V. in Kooperation mit dem Netzwerk fem*ini gegen reproduktive Ausbeutung

  • Das GeN im Fernsehen: Diskussion über "Eizellspende"

    Von
    GeN
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    GeN-Mitarbeiter*in und Mediziner*in Taleo Stüwe diskutierte bei der Sendung 13 Fragen - Unerfüllter Kinderwunsch mit anderen Expert*innen und Betroffenen darüber, ob "Eizellenspende" in Deutschland legalisiert werden sollte.

  • Debatte um "Eizellspende"

    GeN
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    In Spanien ist die "Eizellspende" bereits seit 1988 legal. Die Ausstellung Babys machen? "Eizellspende" und Reproduktionspolitiken hat die in Deutschland längst überfällige Debatte auch medial angestoßen.

  • Finissage: Babys machen?

    GeN
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    Die Finissage der Ausstellung Babys machen? «Eizellspende» und Reproduktionstechnologien hat der feministischen Kontroverse zur "Eizellspende" eine Bühne geben.

  • Gutachten: Medizinische Risiken der "Eizellspende"

    Von
    GeN
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    Seit Ende 2021 wird die Legalisierung der "Eizellspende" verstärkt politisch und medial diskutiert. Medizinische Risiken für "Spender*innen", aber auch für Schwangere nach Eizellspende, sowie die so gezeugten Kinder, finden dabei bisher wenig Beachtung. Unser Gutachten füllt diese Lücke.