Pharmakonzerne

Die Arzneimittelindustrie versucht auf vielfältigem Wege, deregulierend auf politische Entscheidungsprozesse einzuwirken und dadurch ihre Gewinnmargen zu erhöhen. Dazu betreibt sie Lobbyarbeit auf nationaler und internationaler Ebene, übt Einfluss auf Selbsthilfeorganisationen von PatientInnen aus, finanziert interessengeleitet akademische Forschung und lässt Ärzt*innen Zahlungen und Vergünstigungen zukommen.

Die negativen Implikationen für die Patient*innen sind groß: Verzerrte Studienergebnisse, Vertuschung von Skandalen, verkürzte Zulassungsprozesse von Medikamenten, Forschung an nicht-einwilligungsfähigen Menschen, steigende Arzneimittelpreise und eine schlechte medizinische Versorgung.

Beiträge zu diesem Thema

  • Duogynon: Bayer soll zahlen

    Von
    GeN ,

    In der Jungle World 2020/32 schreibt GeN-Mitarbeiterin Isabelle Bartram über einen neuen Bericht aus Großbritannien, der einen hormonellen Schwangerschaftstest für Fehlgeburten und Beeinträchtigungen verantwortlich macht.

  • Medizin gegen die Krise

    Von
    GeN ,

    Wann kommt der Corona-Impfstoff, wie wirkt er, und wer wird ihn zuerst bekommen? GeN-Mitarbeiterin Isabelle Bartram wurde für einen Artikel im Neuen Deutschland am 27.06. zum Pharma-Wettlauf um den ersten Impfstofff befragt.

  • COVID-19: Der Wettlauf zum Medikament

    Von
    GeN ,

    GeN-Mitarbeiterin Isabelle Bartram hat in der im Mai erschienen analyse&kritik Nr. 660 einen Beitrag dazu geschrieben, wie kapitalistisch organisierte Medizin und Wissenschaft in Zeiten der Pandemie versagen.

  • COVID-19: Gesundheitsversorgung für alle!

    Von
    GeN ,

    (Berlin, 24.04.2020) Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) fordert anlässlich der Corona-Pandemie gemeinsam mit über 250 internationalen Organisationen und Unterstützer*innen eine internationale Kooperation zur Förderung medizinscher Entwicklung sowie eine umfassende und gerechte weltweite Gesundheitsversorgung.

  • Nicht auf die Entscheidung der Pharmaindustrie warten

    Interview mit
    Beate Wieseler , 13. Februar 2020

    Laut Analysen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist bei einem Großteil neuer Medikamente kein Vorteil gegenüber schon etablierten Therapien nachweisbar. Was sind die Ursachen und wie kann die Entwicklung effizienter gestaltet werden?