Aktionärs-Hauptversammlung der BASF 2012

(Berlin, 25. April 2012) Der BASF-Konzern hat sich in einem guten Jahrzehnt zu einem der wichtigsten Agro-Gentechnik-Konzerne entwickelt - in Deutschland wie auch weltweit. Aus Anlass der Aktionärs-Hauptversammlung des Konzerns werden wir am kommenden Freitag, 27. April, vor dem Rosengarten in Mannheim unsere Kritik an der Pflanzen-Biotechnologie-Strategie der BASF vorbringen.


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Das Gen-ethische Netzwerk wird auf der Hauptversammlung der BASF mit einem eigenen Redebeitrag und Informationsmaterial präsent sein.


Hier finden Sie unseren Flyer zur diesjährigen BASF-Hauptversammlung (pdf-Dokument, 700 KB, direkter Link).
--- UPDATE 24. Mai 2012 --- Hier ein Beitrag aus dem Kommunal-Info Mannheim zur Hauptversammlung.
Gegen alle Widerstände und gegen den oft erklärten Willen von Verbraucherinnen und Verbrauchern versuchte der Konzern in den vergangenen Jahren in Deutschland und der EU die gentechnisch veränderte (gv) Kartoffel Amflora auf den Markt zu bringen. Vergeblich, wie wir mittlerweile wissen. Der Protest einer großen Zahl von Aktiven hat dies bisher verhindern können. In diesem wie schon im vergangenen Jahr wird Amflora nur im „Streichelzoo“ der Gentech-Industrie, im Schaugarten Üpplingen in Sachsen-Anhalt angebaut. Nachdem 2010 immerhin ein Landwirt in Deutschland Amflora anbaute, ist es der BASF weder 2011 noch 2012 gelungen, das Interesse der Bäuerinnen und Bauern an ihrer Kartoffel zu wecken.

Gentechnik ist keine Lösung!

Im Januar dieses Jahres kündigte der weltgrößte Chemie-Konzern überraschenderweise an, er werde seine „Aktivitäten im Bereich der Pflanzenbiotechnologie auf die Hauptmärkte in Nord- und Südamerika“ konzentrieren. „Die Ankündigung der BASF ist ein schöner Erfolg für die hiesige gentechnikkritische Bewegung“, so Christof Potthof vom Gen-ethischen Netzwerk. „Zugleich ist sie aber auch ein fadenscheiniger Versuch, den eigenen Namen aus den - negativen - Schlagzeilen zu bekommen.“ Nach unbeabsichtigten Vermischungen von Saatkartoffeln mit nicht zu gelassenen gv-Kartoffeln auf Versuchsfeldern und zweifelhaften Lobby-Strategien war das scheinbar bitter nötig. Der Konzern wird aber trotzdem auch in Zukunft in der EU präsent sein: Erst vor wenigen Tagen kündigte die BASF wieder Freisetzungsversuche mit gv-Kartoffeln in drei europäischen Ländern (Deutschland, Schweden und den Niederlanden) an. Darunter auch eine Sorte, die als Speisekartoffel vorgesehen ist. Für diese Sorte verfolgt die BASF auch die Zulassung als Lebensmittel in der EU. „Allerdings ist natürlich klar, dass eine Verlagerung in andere Länder uns nicht egal ist. Die Probleme, die der Einsatz der Agro-Gentechnik mit sich bringt, sind damit nicht gelöst“, so Potthof weiter.

Gentechnik ist Teil des Problems!

Auch eine gv-Sojasorte, die in Brasilien angebaut werden soll, ist für den europäischen Markt vorgesehen - ein entsprechendes Verfahren für die Zulassung als Lebens- und Futtermittel in der EU läuft. Der BASF-Konzern setzt auf Soja, die gegen ein Herbizid tolerant ist, und kalkuliert so auf ein doppeltes Geschäft: erst die Pflanze und danach das Pestizid. Dabei ist insbesondere auf dem südamerikanischen Kontinent der Einsatz von Herbiziden schon jetzt ein großes Problem. Umwelt und Menschen werden vergiftet - nicht zuletzt wegen gentechnisch veränderter Pflanzen, bei deren Anbau der Einsatz von Pestiziden obligatorisch ist.
[img_assist|nid=2303|title=|desc=|link=none|align=left|width=300|height=150]Die Hauptversammlung der BASF findet im Rosengarten in Mannheim statt. Die Veranstaltungshalle findet sich im Zentrum von Mannheim, nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof enfernt.
Das Gen-ethische Netzwerk wird auf der Hauptversammlung der BASF mit einem eigenen Redebeitrag und Informationsmaterial präsent sein.

Pressekontakt:

Christof Potthof Mobil: 0163 - 2606 359 christof.potthof@gen-ethisches-netzwerk.de

Siehe auch:

BASF-Dossier des Gen-ethischen Netzwerk http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/basf
Rosengarten Mannheim bei openstreetmap.org: http://osm.org/go/0DwUKncZM--
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    26. April 2012