Gentests in der EU. Hegemonie der Anbieter: Neue Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) August 2016

(Berlin, 22. September 2016) Der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) trägt im August 2016 den Titel Gentests in der EU. Hegemonie der Anbieter.

Zum Inhalt: Der Markt für Tests, die genetische Informationen liefern, wächst beständig. Obwohl allseits beklagt wird, dass die über Marktmechanismen stattfindende Steuerung unzureichend ist, rückt eine politische Regulierung mit dem neuen EU-Recht in weite Ferne.

Genetische Informationen direkt zu verkaufen, wie es bei den Direct-to-consumer Tests (DTC) zunehmend der Fall ist, wirft in aller Regel Fragen auf. So ist die Annahme, dass diese Tests „echte Wahrheiten” enthüllen, weit verbreitet. Unternehmen, die mit Testangeboten Geld verdienen wollen, haben wenig Interesse daran, ein differenzierteres Bild zu zeichnen. Ist es vielleicht noch amüsant, dass Menschen Geld dafür ausgeben, Begabungen oder Vorlieben aus Eigenschaften der DNA lesen zu lassen, hört der Spaß schon auf, wenn es um die Entdeckung unbekannter Verwandter per Gentest geht, und richtig ernst wird es bei Tests auf Erkrankungsrisiken. Gemeinsam ist allen diesen Angeboten, dass Unternehmen mit Verkaufsabsicht über sie „informieren“, also Angaben zu deren Aussagekraft oder auch über mögliche Folgen der Testung machen. Eine neutrale Darstellung findet ebenso wenig statt wie eine firmenunabhängige Beratung.

Diesen und weiteren Gesichtspunkten widmet sich unser aktueller Schwerpunkt.

 

Seit der letzten Ausgabe schalten wir einen Teil der Artikel nicht nur online frei, sondern bieten auch den kostenfreien Download als pdf an, das dem Layout des gedruckten GID entspricht.

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