Windmühlen?

Die tageszeitung (taz) berichtete Ende Mai unter dem Titel „Monsanto gibt Europa auf“ von ersten Anzeichen, dass der Konzern möglicherweise seine Strategie ändern wolle. Ein aus der taz entnommenes und bisher nicht dementiertes Zitat der Geschäftsführerin von Monsanto-Deutschland, Ursula Lüttmer-Ouazane, lautet: „Wir haben verstanden, dass das im Moment nicht die breite Akzeptanz hat. (...) Es ist kontraproduktiv, gegen Windmühlen zu kämpfen.“ Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. In jedem Fall waren wir schon früher der Meinung, dass es immer gut ist, Gelegenheiten zu nutzen, die Gläser klingen zu lassen. Nicht, dass wir irgendetwas auf die öffentlichen Aussagen der KonzernsprecherInnen geben würden. Aber so viel ist sicher: Ein Zeichen von Zufriedenheit und Stärke ist das nicht. Und letztendlich werden wir uns sowieso nicht in den Ruhestand verabschieden können - schade eigentlich: Ist es doch unser vorrangigstes Ziel, uns selbst überflüssig zu machen. In diesem Sinne nicht vergessen: Es muss was passieren, sonst passiert nichts.
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GID Meta
Erschienen in
GID-Ausgabe
218
vom Juni 2013
Seite 2

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