Beiträge zu diesem Thema

  • Ethik der Elternschaft

    Von
    25. Februar 2008

    Eltern und ihre Bedürfnisse spielen bei der ethischen und rechtlichen Analyse von Konflikten in der Fortpflanzungsmedizin oft nur eine unbedeutende Rolle. Elterninteressen werden in der Regel allenfalls als Konsumenteninteressen wahrgenommen. Ursache ist eine Tendenz zeitgenössischer Ethik, Individuen – und nicht soziale Beziehungen – in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen.

  • Gewebegesetz: Die Ethik bleibt draußen

    Von
    18. April 2007

    Eigentlich sollte die vor knapp drei Jahren in Kraft getretene EU-Richtlinie 2004/23/EG lediglich einheitliche Qualitäts- und Sicherheitsstandards bei der Verwendung menschlicher Gewebe und Zellen im Rahmen medizinischer Behandlungen in den Mitgliedsstaaten schaffen. Ihre Umsetzung in deutsches Recht wird voraussichtlich aber viel weiter reichende Konsequenzen haben: Der Referentenentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium - derzeit in Überarbeitung befindlich- schafft einen umfassenden gesetzlichen Rahmen für die effektive und gewinnbringende Verwertung der Körper von Toten.

  • Ethik oder Marketing?

    Von
    9. Oktober 2006

    Bei der Stammzellforschung geht es inzwischen kaum noch um gute Begründungen der Forschungsziele, sondern vor allem um schnellstmögliche Schaffung gesellschaftlicher Akzeptanz. Dazu muss die ethische Vertretbarkeit dieses Verfahrens gewährleistet werden. Am Fall um die Studie Robert Lanzas zeigte sich erneut deutlich ein funktionaler Mangel im System wissenschaftlicher Publikationen.