Anbau

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Soja, Mais, Raps und Baumwolle – das sind die industriellen Nutzpflanzen, die über 95 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit ausmachen. Die wichtigsten eingeführten Eigenschaften sind Toleranzen gegenüber einem oder mehreren Herbiziden und die Fähigkeit zur Produktion von Insektengiften.

Mit der Verwendung der herbizidtoleranten Pflanzen ist der Einsatz der entsprechenden chemischen Mittel massiv angestiegen. Durch Mehrfachresistenzen werden unterschiedliche und auch wieder schädlichere Herbizide ausgebracht, die vor allem in den Ländern des Globalen Südens in hohen Mengen eingesetzt werden. Es wird häufig von negativen Effekten auf das Ökosystem und Menschen sowie Resistenzen gegenüber den Stoffen berichtet.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine strikte Regulierung von Gentechnik im Anbau ein. Wir fordern die Förderung, Forschung und Umsetzung eines Landwirtschaftsmodels, das nicht auf Gentechnik und Pestizide setzt, sondern agrarökologische Anbaumethoden, Saatgut- und Ernährungssouveränität ins Zentrum stellt.

 

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Beiträge zu diesem Thema

  • Nutzlose Vorbehalte

    30. April 2014

    Nach wie vor ist offen, ob der gentechnisch veränderte (gv) Mais 1507 demnächst in der Europäischen Union angebaut werden darf.

  • Mit Tricks zum Goldenen Reis?

    30. April 2014

    Eine im Januar gestartete Kampagne für die Nutzung des gentechnisch veränderten Goldenen Reis macht Greenpeace und andere für den Tod von acht Millionen Kindern verantwortlich.

  • Unkontrollierte Verbreitung

    In mehreren Veröffentlichungen hat die Organisation Testbiotech in den vergangenen Monaten auf Fälle aufmerksam gemacht, in denen sich transgene Pflanzen über die Ackergrenzen hinaus verbreitet haben.

  • Entscheidung in Brüssel zum gv-Mais 1507

    (Berlin, 12. Februar 2014) Gestern wurde im EU-Ministerrat über den gentechnisch veränderten Mais 1507 verhandelt. Es wurde weder eine ausreichend große Mehrheit für noch gegen die Zulassung in der EU erreicht, was dazu führt, dass - mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit - der Mais in den kommenden Wochen von der Europäischen Kommission zugelassen wird. In diesem Zusammenhang ist GeN-Mitarbeiter Christof Potthof von verschiedenen Medien (u.a. das heute journal im ZDF) um seine Einschätzungen gebeten worden.

  • Gentech-Mais 1507: Bündnis wirft Bundesregierung Wortbruch vor

    (Berlin, 5. Februar 2014) Ein Bündnis aus Gentechnik-kritischen Verbraucher-, Landwirtschafts- und Saatgut-Initiativen kritisiert die angekündigte Stimmenthaltung der Bundesregierung bei der Zulassung des Gentech-Maises 1507 in der EU scharf: „Die Stimmenthaltung bedeutet de facto ein Ja zum Gentech-Mais 1507.‟