Genome Editing

Piktogramm: Erlenmeyerkolben mit Flüssigkeit und daraus hervorgehendem Molekül

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms – anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren – präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik neu zu definieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

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Beiträge zu diesem Thema

  • „Reduktionistisches Pflanzenbild“

    Interview mit
    30. Juni 2016

    Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit hat im April eine Tagung zu „Neuen molekularen Techniken in der Pflanzenzüchtung“ veranstaltet. Neben den technischen Entwicklungen standen auch Regulierungsfragen auf dem Programm, und es wurde versucht abzuschätzen, wie weit und wie konkret die Entwicklung bereits fortgeschritten ist.

  • Bayer macht Gen-Scherereien

    Von
    2. Mai 2016

    Bayer nutzt neue Gentechnik-Verfahren in Landwirtschaft und Medizin und meldet zudem fleißig Patente an. Ein Überblick.

  • Ein politischer Albtraum

    Interview mit
    29. April 2016

    In der EU tobt noch immer ein Streit um die rechtliche Einordnung von Pflanzen, die unter Verwendung neuer Gentechnik-Verfahren hergestellt wurden. Kritische Stimmen fordern eine Regulierung nach der Gentechnik-Gesetzgebung, die Biotech-Industrie hofft auf die vollständige Deregulierung. Alle warten darauf, dass die EU-Kommission ihre rechtliche Bewertung veröffentlicht.

  • Kein Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren!

    (Berlin, 17. März 2016) Neue Gentechnik-Verfahren wie CRISPR*, mit denen in die Genetik von Pflanzen und Tieren eingegriffen wird, müssen als Gentechnik eingestuft werden und gemäß dem Vorsorgeprinzip einer Risikoprüfung und Kennzeichnung unterliegen. Das fordert ein breites Bündnis von Verbänden sowie die 67.000 UnterzeichnerInnen des Aufrufs „Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren? Das machen wir nicht mit, Herr Minister Schmidt!

  • Vom Editieren der Gene und Genome - Hoffnungsträger Präzision (Neue Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes)

    (Berlin, 2. März 2016) Der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) trägt im Februar '16 den Titel Vom Editieren der Gene und Genome - Hoffnungsträger Präzision.
    Das Genome Editing, wie es neudeutsch auch genannt wird, stellt alte Fragen wieder - manchmal auch neu.