Gentechnisch veränderte Soja

Schwerpunkt

Die Welt hängt mit ihrem jetzigen Konsumverhalten am Tropf - vermutlich nicht nur an einem. An dem der steten Soja-Produktion aber auf jeden Fall. Die Pflanze war eine der ersten, die gentechnisch verändert wurde. Mit und ohne gentechnische Veränderung erlebt sie derzeit einen Boom.

Impressum

GID 189, August 2008, 24. Jahrgang, ISSN 0935-2481, Redaktion: Theresia Scheierling (ViSdP), Susanne Schultz, Christof Potthof, Naima Blum

Artikel in dieser Ausgabe

  • Landwirtschaft am Tropf

    Von
    GID-Redaktion

    Die Welt hängt mit ihrem jetzigen Konsumverhalten am Tropf - vermutlich nicht nur an einem. An dem der steten Soja-Produktion aber auf jeden Fall. Die Pflanze war eine der ersten, die gentechnisch verändert wurde. Mit und ohne gentechnische Veränderung erlebt sie derzeit einen Boom.

  • Gute Gründe gegen RoundupReady

    Von
    Martha Mertens

    Die herbizidresistente Sojabohne RoundupReady des US-Konzerns Monsanto ist die verbreitetste gentechnisch veränderte Pflanze weltweit. Sie wurde 2007 auf knapp 60 Millionen Hektar angebaut, was mehr als der Hälfte der Anbaufläche transgener Pflanzen insgesamt entspricht. Sie gehört zu den ältesten Produkten der Agro-Gentechnik und muss aktuell neu überprüft werden, wenn sie auch in Zukunft weiter in Europa verkauft werden soll.

  • Farmer to Farmer

    Interview mit
    Bill Wenzel

    In den USA werden beim Soja-Anbau zu fast hundert Prozent gentechnisch veränderte Sorten eingesetzt. Aber obwohl Agro-Gentechnik somit als ein fester Bestandteil der US-amerikanischen Landwirtschaft anzusehen ist, ist sie auch dort alles andere als unumstritten.

  • Runder Tisch für verantwortliche Soja

    Von
    Nina Holland

    Der Runde Tisch für verantwortliche Soja ist ein Versuch weniger Nichtregierungsorganisationen, mit den Agrarkonzernen ein Abkommen für die Soja-Produktion zu entwickeln. Grundsätzliche Kritik hat in der Runde nichts verloren.

  • Gv-Soja überall

    Von
    Theresia Scheierling

    Gentechnisch veränderte Soja ist immer häufiger in Lebens- und Futtermitteln zu finden. Die bislang vorliegenden Ergebnisse der Lebensmittelüberwachungsbehörden zeichnen ein eindeutiges Bild: Während im Jahr 2006 durchschnittlich erst bei jedem vierten untersuchten Lebensmittel gv-Soja ausfindig gemacht werden konnte, war dies im Jahr 2007 schon bei jedem zweiten bis dritten sojahaltigen Produkt der Fall.

  • Keine Kontaminationen!

    Gentechnik-kritische Verbände

    In der Europäischen Union tobt eine Lobby-Auseinandersetzung um die Akzeptanz von Verunreinigungen mit nicht in der Gemeinschaft zugelassenem gentechnisch verändertem Material. Den Anlass bietet die für 2009 vorgesehene Einführung einer neuen gentechnisch veränderten Sojasorte, RoundupReady 2, in den USA. Wir dokumentieren ein umfassendes Hintergrundpapier von gentechnikkritischen Verbänden in den wesentlichen Auszügen.

  • Ein Königreich für Saatgutkonzerne

    Von
    Inge Wenzl

    Spanien ist der größte Produzent von gentechnisch verändertem Mais in Europa. Aber es gibt dort kein detailliertes Standortregister und nur einen minimalen Sicherheitsabstand zu konventionellen und ökologisch bewirtschafteten Feldern.

  • Amflora ohne Ende

    Von
    Christof Potthof

    BASF baut nun schon im zweiten Jahr Saatgut ihrer gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora an, obwohl die Genehmigung für deren Kommerzialisierung von den EU-Behörden noch nicht erteilt wurde. Über die Probleme beim Anbau und den Widerstand vor Ort gibt ein Kontrollbesuch am Feld Aufschluss. Von Christof Potthof

  • Gentests als Lifestyle-Phänomen

    Von
    Thomas Lemke

    Seit Ende letzten Jahres sind neue Allround-Gentests Online erhältlich - von Anbietern mit so wohlklingenden Namen wie deCODEme oder 23andMe. In welche Trends direkt vermarkteter Gentests reihen sie sich ein? Welches Marktpotenzial haben solche Tests? Und welche Probleme des Datenschutzes gibt es?

  • Ist Genetik Pseudowissenschaft?

    Von
    Alexander von Schwerin

    Knapp eine Woche trafen sich Genetiker und Genetikerinnen aus aller Welt in Berlin. Nach Angaben der Veranstalter handelte es sich um ein Ereignis von historischer Bedeutung. Doch während die Öffentlichkeit vorsorglich mit geballter historischer Reflexion beruhigt wurde, widmete sich der Kongress erwartungsgemäß vor allem der wissenschaftlichen und technischen Zukunft.

  • Internationale Haftung

    Von
    Rudolf Buntzel

    Haftungsfragen standen im Mittelpunkt der Verhandlungen über das Cartagena-Protokoll, die im Mai in Bonn stattfanden. Die Verhandlungen sind nicht gescheitert, was dem Vernehmen nach als großer Erfolg angesehen werden muss. Sie blockierten aber viele andere Punkte auf der Agenda.

  • Nach den Patenten

    Von
    Christof Potthof

    Terminator-Technologien verhindern die Auskreuzung gentechnisch veränderter Pflanzen - so die offizielle Version. Doch vor allem stellen sie eine Bedrohung für die Nahrungssouveränität dar.

  • Eher wettbewerbs- als patientenorientiert

    Von
    Katrin Grüber

    Welche Kriterien und welche finanziellen Prioritäten gelten in dem neuen Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union (EU) im Bereich der Gesundheitsforschung? Und wie kann sich die Zivilgesellschaft beteiligen? Ein EU-finanziertes Forschungsprojekt von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen geht diesen Fragen nach.

  • Jenseits heterosexueller Elternschaft

    Von
    Ute Kalender

    Feministische Kritik findet bisher nur auf eine bestimmte Art und Weise Gehör in bioethischen Debatten – dann nämlich, wenn es um den Frauenleib als Ort biotechnologischer Interventionen geht. Eine queer-feministische Perspektive geht darüber hinaus und fragt, welche dominanten Konzepte von Weiblichkeit, Elternschaft und Familie in der Bioethik sowohl vorausgesetzt als auch gestärkt werden.