Informationen über unsere Autor*innen

Dr. Susanne Schultz ist Soziologin an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. Sie forscht zu Macht- und Herrschaftsverhältnissen rund um Reproduktion, Humangenetik und Bevölkerungspolitik.

Beiträge des*der Autor*in

  • Ohne Bezahlung?

    4. März 2010

    Eizellen für die Forschung? Die politische Diskussion darum ist eingeschlafen - schließlich ist es der Klonforschung immer noch nicht gelungen, Stammzelllinien zu produzieren. Doch Achtung: Im Windschatten der internationalen Aufmerksamkeit für die iPS entstehen derzeit im kleinen Rahmen problematische Modelle, wie die Forschung an die begehrte Ressource kommt.

  • Mehr Deutsche via IVF

    Von
    29. Juni 2009

    Die assistierte Reproduktion ist zum neuen Interventionsfeld demografischer Strategien geworden. Nachdem die Krankenkassen bei IVF sparen, besetzt nun die Bevölkerungspolitik das Feld neu. Ein Überblick über Rechenspiele sowie politische InitatorInnen und MitläuferInnen.

  • Finger weg...

    Von
    5. Mai 2009

    Paragraph 17 Absatz 8 - das hört sich nach trockener Juristerei an. Aber das Kleingedruckte kann auch und gerade in einem Gesetz große Folgen haben. Im Fall des derzeit im Bundestag verhandelten Gendiagnostik-Gesetzes (GenDG) hat die Koalition in diesen Absatz Regelungen gepackt - sozusagen hier versteckt -, die eine massive Diskriminierung von MigrantInnen und Menschen ohne deutschen Pass nach sich ziehen.

  • Eins statt Drei: Vorstoß gegen das Embryonenschutzgesetz?

    Von
    30. Oktober 2008

    Einige Jahre war es ruhig um das Embryonenschutzgesetz – nach den Aufregungen in der Diskussion über Präimplantationsdiagnostik um die Jahrtausendwende. Jetzt deutet sich ein erneuter Vorstoß an, der darauf hinauslaufen könnte, das Gesetz auszuhebeln. Wieder preschen dieselben Akteure vor. Sie haben aber ein anderes, wesentlich konsensfähigeres Argument im Gepäck – den „elektiven Single Embryo Transfer“.

  • Vermeidung oder Rechtfertigung

    Von
    27. Juni 2008

    Gesellschaftskritische Konzepte einer Kritik an der Pränataldiagnostik sind in den letzten Jahren ins Wanken geraten. Diejenigen, die den selektiven Zweck dieser Tests problematisieren, beziehen sich nur noch selten auf die These einer Kontinuität eugenischer Programme. Auch die These, dass Pränataldiagnostik Behinderte diskriminiert, ist nicht mehr selbstverständlich. Vermeidungsstrategien, Rechtfertigungsrituale oder zumindest Verunsicherung herrschen vor. Susanne Schultz lässt den Kampf um Begriffe Revue passieren.