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Dr. Susanne Schultz ist Soziologin an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. Sie forscht zu Macht- und Herrschaftsverhältnissen rund um Reproduktion, Humangenetik und Bevölkerungspolitik.

Beiträge des*der Autor*in

  • Zwischen Bewegung und Akademie

    30. April 2014

    Der Ruf nach Selbstbestimmung war einst ein Aufbruchssignal der Frauenbewegung. Inzwischen ist die Forderung vielfältig kritisch reflektiert worden. In den Sozialwissenschaften wird die Vorstellung eines autonomen Selbst in den so genannten Gouvernementalitätsstudien auseinandergenommen. Wer kann hier von wem lernen?

  • Implantierte Verhütung

    Das Verhütungsmittel-Implantat Jadelle von Bayer, das fünf Jahre lang Hormone in den Körper abgibt, wird derzeit subventioniert und in aller Welt verbreitet. Hintergrund: Der Kampf um Marktanteile und ein Rollback in der Bevölkerungspolitik.

  • Nutrigenomisches Marketing

    5. März 2013
    Immer wieder gibt es Start-up-Gründungen aus der universitären Genomforschung, die versuchen, ein Marktsegment zu erobern. Der Markt von Diäten und Schlankmachern scheint sich hier besonders anzubieten, weil er an sich erschlossen ist, die Kundinnen und Kunden aber gerne auf Neuerungen setzen. Ein aktuelles Beispiel aus Köln.

  • Eugenik im Gewand des Familienschutzes

    26. Juni 2012

    Geschwister dürfen wegen Inzests verurteilt werden. Diese Position des Bundesverfassungsgerichts bestätigte am 12. April der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Dass Rechtsprechung und Gesetzgebung zum Inzest in der Bundesrepublik mit Menschenrechten herzlich wenig zu tun haben, zeigt ein Blick auf die Argumentation des Bundesverfassungsgerichts und auf den betreffenden Paragraphen im Strafgesetzbuch: Es sind eugenische Vorstellungen, die das Inzestverbot begründen.