Die Regulierung von gentechnisch veränderten Pflanzen hat einen Einfluss auf ihre Wirtschaftlichkeit. Für Unternehmen und Forschung aus der Saatgutentwicklung stellt sie eine Hürde dar. Sozialwissenschaftler*innen erwidern: Regulierung bringt durchaus Vorteile mit für Gesellschaft, Umwelt – und die Wirtschaft selbst.
Agrarkonzerne, Forschungsinstitute und Stiftungen profitieren von Gentechnik. Kleinbäuer*innen haben dabei das Nachsehen, wie das Beispiel Mais zeigt. Daran werden auch gelockerte Regulierungen der neuen Gentechnik nichts ändern. Was es braucht, sind Anpassungen im globalen Wissens- und Finanzierungssystem.
Im Silicon Valley vereint sich die Suche nach dem großen Geld mit dem Willen, die Welt zu verbessern. So nehmen sich die Start-ups nun das Feld der Ernährung und Landwirtschaft vor. Die Soziologin Julie Guthman beobachtet diese Entwicklung seit Längerem. Im Interview spricht sie über Motivation, Marktmechanismen und wie es besser gehen könnte.
Erstmalig ist es Forschenden gelungen, ein Nachweisverfahren für Pflanzen, die mittels neuer Gentechnik verändert wurden, erfolgreich zu testen. Diese Verfahren sind zwingend für den Handel, die gentechnikfreie Produktion und den Umweltschutz.
Zusammen mit Vertreter*innen des Agrar- und Lebensmittelsektor fordern wir eine verpflichtende Kennzeichnung für Pflanzen aus neuer Gentechnik (NGT). Denn sie ist die Voraussetzung für Transparenz, Verantwortung und Wahlfreiheit.