Die Landwirtschaft ist eine der Hauptverursacher*innen schädlicher Klimagase und sieht sich gleichzeitig großen Herausforderungen bei der Anpassung an die Klimaerwärmung gegenüber.
Die Regulierung von gentechnisch veränderten Pflanzen hat einen Einfluss auf ihre Wirtschaftlichkeit. Für Unternehmen und Forschung aus der Saatgutentwicklung stellt sie eine Hürde dar. Sozialwissenschaftler*innen erwidern: Regulierung bringt durchaus Vorteile mit für Gesellschaft, Umwelt – und die Wirtschaft selbst.
Agrarkonzerne, Forschungsinstitute und Stiftungen profitieren von Gentechnik. Kleinbäuer*innen haben dabei das Nachsehen, wie das Beispiel Mais zeigt. Daran werden auch gelockerte Regulierungen der neuen Gentechnik nichts ändern. Was es braucht, sind Anpassungen im globalen Wissens- und Finanzierungssystem.
Gentechnologien entstehen nicht im luftleeren Raum. Ihre Entwicklung und Anwendung sind geprägt von globalen Machtverhältnissen, hegemonialem Wissen und wirtschaftlichen Systemen. In diesem Schwerpunkt betrachten wir einige dieser Aspekte rund um die Saatgutentwicklung und Gentechnik.
Erstmalig ist es Forschenden gelungen, ein Nachweisverfahren für Pflanzen, die mittels neuer Gentechnik verändert wurden, erfolgreich zu testen. Diese Verfahren sind zwingend für den Handel, die gentechnikfreie Produktion und den Umweltschutz.