Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Die Ökozuchtplattform

    Drohnenaufnahme Versuchsfläche Lucia Holmer
    Von
    25. November 2025

    Um die ökologische Saatgutentwicklung zu fördern, schlägt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft neue Wege ein. Dazu stellt sie Anbauflächen und wissenschaftliche Begleitung zur Verfügung und setzt auf die Beteiligung aller Akteur*innen entlang der Wertschöpfungskette.

  • Gentechnik gegen Armut?

    Eine Person kniet auf einem Acker und greift an eine junge Maispflanze. Zwischen den grünen Blättern stecken mehrere Geldscheine, sodass es wirkt, als würde das Geld an der Pflanze wachsen. Die Umgebung zeigt einen bäuerlichen Kontext mit Erde, Unkraut und weiteren Pflanzen im Hintergrund.
    Von
    25. November 2025

    Agrarkonzerne, Forschungsinstitute und Stiftungen profitieren von Gentechnik. Kleinbäuer*innen haben dabei das Nachsehen, wie das Beispiel Mais zeigt. Daran werden auch gelockerte Regulierungen der neuen Gentechnik nichts ändern. Was es braucht, sind Anpassungen im globalen Wissens- und Finanzierungssystem.

  • Food-Hype im Silicon Valley

    Porträt einer älteren Frau mit kurzen, welligen grauen Haaren. Sie lächelt leicht und blickt direkt in die Kamera. Ihr Gesicht ist warm ausgeleuchtet, im Hintergrund ist eine graue Betonwand zu sehen.
    Von
    25. November 2025

    Im Silicon Valley vereint sich die Suche nach dem großen Geld mit dem Willen, die Welt zu verbessern. So nehmen sich die Start-ups nun das Feld der Ernährung und Landwirtschaft vor. Die Soziologin Julie Guthman beobachtet diese Entwicklung seit Längerem. Im Interview spricht sie über Motivation, Marktmechanismen und wie es besser gehen könnte. 

  • Die Macht der Titanen

    Eine einzelne Hand in einem dunklen Anzugsärmel streckt sich nach unten und schwebt über einer dicht bewachsenen Ackerfläche. Die Pflanzen stehen im warmen, tiefen Sonnenlicht, im Hintergrund verschwimmen Feld und Baumreihe im Dunst des frühen Morgens oder späten Nachmittags.
    Von
    25. November 2025

    Seit den jüngsten Megafusionen in der Agrarindustrie haben sich die Märkte für Saatgut und andere landwirtschaftliche Betriebsmittel weiter konzentriert. Die Ökonomin Jennifer Clapp zeigt, wie sich das auf die Lebensmittelpreise weltweit auswirkt und welche Rolle die Gentechnik dabei spielt.

  • Aus Korn wird Kapital

    Ein einzelnes, goldfarben glänzendes Objekt in Form eines Körnerkerns liegt in einer dunkelgrünen, samtigen Schmuckschatulle aus Holz. Das Objekt erinnert an ein poliertes goldenes Weizenkorn und ist mittig in der Mulde des Etuis platziert
    Von
    25. November 2025

    Gentechnologien entstehen nicht im luftleeren Raum. Ihre Entwicklung und Anwendung sind geprägt von globalen Machtverhältnissen, hegemonialem Wissen und wirtschaftlichen Systemen. In diesem Schwerpunkt betrachten wir einige dieser Aspekte rund um die Saatgutentwicklung und Gentechnik.