Nahrungsmittel

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte (gv) Nahrungsmittel sind auf dem europäischen und dem deutschen Markt praktisch nicht zu finden – und das, obwohl gut fünfzig verschiedene gv-Pflanzen als Lebens- oder Futtermittel zugelassen sind. Weltweit gibt es nur wenige Länder, in denen gv-Nahrungsmittel in nennenswertem Umfang auf die Teller kommen, zum Beispiel in den USA oder in Südafrika.

Große Teile der gv-Pflanzen, die weltweit geerntet werden, landen in Futtertrögen. Tierische Lebensmittel (Eier, Milch oder Fleisch), bei deren Herstellung gv-Futtermittel zum Einsatz kommen, werden nicht als gentechnisch verändert angesehen – entsprechend werden diese Produkte auch nicht gekennzeichnet. Gv-Tiere sind in der EU nicht als Lebensmittel zugelassen.

Seit den 1990er Jahren findet in Europa sowie in anderen Teilen der Welt eine sehr intensive gesellschaftliche Debatte über die Nutzung der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittel-produktion statt, denn der Anbau von gv-Pflanzen erzeugt eine Vielzahl ökonomischer und ökologischer Probleme.

.

Beiträge zu diesem Thema

  • Lidl Soja-Initiative

    Vorschaubild
    23. Mai 2018

    Der Markt gekennzeichneter gentechnikfreier Lebensmittel wächst und wächst. Das liegt nicht zuletzt am Einstieg großer Supermarktketten in die Kennzeichnung der Produkte ihrer Eigenmarken.

  • Ohne Gentechnik

    GID-Ausgabe
    245
    vom
    Mai 2018

    Die meisten VerbraucherInnen hierzulande wollen keine Gentechnik auf dem Teller. Die zunehmende Kennzeichnung von Produkten als „gentechnikfrei“ scheint diesem Wunsch entgegenzukommen. Bei diesem Trend geht es aber nicht zuletzt um Profite; und es gibt auch Verlierer.

    Vorschaubild

  • Bündnis-90-Grüne Gentechnik?

    Vorschaubild

    Die Aussagen des Bundesvorstandes von Bündnis 90 / Die Grünen zur Nutzung der Gentechnik bei Lebensmitteln geben Rätsel auf ... Wie Grün sind die Grünen eigentlich?

  • Gentechnik-Lachs für alle?

    18. Dezember 2017

    Eine traurige Premiere: Lachs ist - als erstes gentechnisch verändertes Tier weltweit - offiziell in den Lebensmittelhandel gekommen. In kanadischen Supermärkten ist dieser nun erhältlich - ganz ohne Kennzeichnung.

  • Weizen - ein „Killerkorn“?

    Weizen gerät immer mehr in Verruf. Dieser Trend wird vom Buchmarkt international befeuert.