"Eine Einwilligung wird nicht kontrolliert"

DNA-Proben für Datenbank

In der Jungen Welt vom 07.09.2021 berichtet GeN-Mitarbeiterin Isabelle Bartram von unserem Offenen Brief an die Charité Berlin und politische Verantwortliche zur forenischen DNA-Datenbank YHRD.

In einem offenen Brief vom 6. August an die Charité Berlin und die politisch Verantwortlichen beklagen Sie den unethischen Umgang mit Daten von Minderheiten. Um was genau geht es dabei?

An der Abteilung für Forensische Genetik der Charité wurde von Mitarbeitenden die DNA-Datenbank YHRD entwickelt. Sie wird weltweit von Ermittlungsbehörden zur Aufklärung von Kriminalfällen genutzt. Durch Recherchen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist herausgekommen, dass bei einigen Datensätzen eine informierte Einwilligung der betroffenen Personen fehlt oder ihre Einwilligung durch die Zusammenarbeit beim Datensammeln mit Sicherheitsbehörden zweifelhaft ist. Brisant daran ist zudem, dass es sich bei den Betroffenen um Angehörige von diskriminierten Minderheiten wie Romni und Rom handelt. Zwar ist eine explizite Einwilligung inzwischen Standard, wenn es um Forschung mit Menschen geht, und wird eigentlich auch bei der YHRD vorausgesetzt – aber nicht kontrolliert.

Das gesamte Interview finden Sie auf der JW-Webseite.