Wissenschaftskritik

Piktogramm: Paragraf, Erlenmeyerkolben, Faust

Wissenschaft wird von Seiten staatlicher Forschungspolitik seit Jahrzehnten als Ausgangspunkt ökonomischen Wachstums betrachtet. Die Förderpolitik zielt in erster Linie auf die Entwicklung ökonomischer Potenziale und vermarktbarer Produkte. Die kooperierende Industrie ist jedoch kein neutraler Partner, sondern beeinflusst – wie viele Studien belegen – oftmals das Ergebnis der von ihr finanzierten Forschung und die Publikation der Ergebnisse.

Durch diese zunehmende Ökonomisierung stehen auch Grundlagenforscher*innen unter dem Druck, spektakuläre Ergebnisse zu produzieren und zu vermarkten. Die Kommunikationsabteilungen wissenschaftlicher Institute tragen dazu bei, mediale Hypes und uneinlösbare Versprechen zu erzeugen. Kein Wunder also, dass Studien immer wieder zeigen, dass ein großer Teil der Forschungsergebnisse nicht reproduzierbar ist.

Beiträge zu diesem Thema

  • DNA in the City

    In den Niederlanden dient DNA-Technologie dazu, Geschichte und Geschichten im Kontext archäologischer Ausgrabungen zu erzeugen. Ein Beitrag zu den Effekten jener neuen Genetik.

  • Vorsorge, Nichtwissen und Evidenzpolitik

    21. Mai 2014

    Die Diskussion um das Vorsorgeprinzip reiht sich ein in eine ganze Serie von Debatten, welche eine Pluralisierung von Wissensperspektiven anzeigt. Letztlich muss das Problem gelöst werden, wie trotz der Infragestellung bisheriger Wissensroutinen Wissen für Entscheidungsprozesse bereitgestellt werden kann, das sozialen und politischen Ansprüchen an Evidenz genügt.

  • Mit Tricks zum Goldenen Reis?

    30. April 2014

    Eine im Januar gestartete Kampagne für die Nutzung des gentechnisch veränderten Goldenen Reis macht Greenpeace und andere für den Tod von acht Millionen Kindern verantwortlich.

  • Das Zweifeln nimmt kein Ende

    13. Januar 2014

    Die Redaktion des Fachmagazins, in dem vor mehr als einem Jahr der umstrittene, gentechnik-kritische Artikel von Séralini und KollegInnen erschienen ist, hat die Veröffentlichung zurückgezogen und damit die Diskussion um die Rolle der Wissenschaft bei der Beurteilung gentechnisch veränderter Organismen neu angefacht.