Kritische Wissenschaft – Forschen, Reflektieren, Diskutieren

Schwerpunkt

Dieser Schwerpunkt der 250. Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) beschäftigt sich mit Fragen, die den Verein, die Redaktion und sicherlich auch viele Mitglieder und Leser*innen immer wieder umtreiben: Was ermöglicht, was verunmöglicht kritische Forschung? Wie wird mit für Manche*n unliebsamen Ergebnissen umgegangen? Woher kommen die Mittel, um auch unangenehme Fragen anzugehen? Wie kann kritische Forschung in Gesellschaftsveränderung umgesetzt werden?

Impressum

GID Nr. 250, August 2019, 35. Jahrgang
Redaktion: Kirsten Achtelik (ka), Isabelle Bartram (ib), Judith Düesberg (jd), Christof Pott­hof (pau), Janina Johannsen (jj) (ViSdP)
Titelbild: GID-Cover

Artikel in dieser Ausgabe

  • Kritische Wissenschaft

    Von
    Kirsten Achtelik

    Dieser Schwerpunkt der 250. Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) beschäftigt sich mit Fragen, die den Verein, die Redaktion und sicherlich auch viele Mitglieder und Leser*innen immer wieder umtreiben: Was ermöglicht, was verunmöglicht kritische Forschung? Wie wird mit für Manche*n unliebsamen Ergebnissen umgegangen? Woher kommen die Mittel, um auch unangenehme Fragen anzugehen? Wie kann kritische Forschung in Gesellschaftsveränderung umgesetzt werden?

  • 20. Februar 2020

    Was bedeutet wissenschaft­liche Verantwortung?

    Von
    Veronika Lipphardt

    Dieser Beitrag widmet sich der Frage, wie „wissenschaftliche Verantwortung“ an den Kontaktflächen von Politik und Wissenschaft verstanden und verhandelt wird. Er untersucht am Beispiel der aktuellen Debatte um die gesetzliche Einführung Erweiterter DNA-Analysen in Ermittlungsverfahren, welches Verständnis von „verantwortlicher Wissenschaft“ in komplexen politischen Konstellationen zum Tragen kommen kann.

  • Im Subtilen liegt das Problem

    Von
    Manuela Bauche

    Kritische Wissenschaft heißt, den Blick für kleinteilige Nachwirkungen von Rassismus und Entmenschlichung zu schärfen. Ein Blick in die Geschichte des Kaiser-Wilhelm-Institutes in Berlin-Dahlem zeigt, dass nicht nur dessen NS-Vergangenheit problematisch ist.

  • 20. Februar 2020

    Kritische Wissenschaft unter Beschuss

    Interview mit
    Lilian Hümmler

    Die Geschlechterforschung wird in Deutschland und auch international scharf angegriffen. Diese Angriffe können als Einfallstore für Kritik an Wissenschaftsfreiheit und kritischer Wissensproduktion an sich verstanden werden. Interview mit Lilian Hümmler.

  • 20. Februar 2020

    Herrschaftswissen und Strategische Ignoranz

    Von
    Peter Clausing

    Zugang zu Wissen ist für eine realistische Einschätzung der Tatsachen unerlässlich. Im Fall der Glyphosat-Zulassung in der Europäischen Union zeigt sich, dass unter anderem mit vorenthaltenem Wissen versucht wird, Politik zu machen, Transparenz alleine aber nicht ausreicht.

  • Erschwerte Zugänge

    Interview mit
    Heike Mauer

    Wer forscht und lehrt, hat Einfluss darauf, was geforscht und gelehrt wird. Das deutsche akademische System übt großen Druck auf die dort Beschäftigten aus, was kritische Wissenschaft erschwert. Interview mit Heike Mauer.

  • Die Biodiversität der Gene

    Von
    Judith Düesberg

    Der Zustand der globalen Biodiversität ist besorgniserregend. Dies bestätigte der Bericht des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) im Mai. Einer der Haupttreiber des Biodiversitätsverlustes ist die industrielle Landwirtschaft und mit ihr die Gentechnik. Dennoch wird die Entwicklung von gentechnisch veränderten (gv) Tieren und Pflanzen häufig als Lösung dargestellt. Was es aber braucht, um Biodiversität in Natur und Landwirtschaft zu schützen, ist ein Systemwechsel.

  • Gentechnik-Ablehnung und tatsächliches Wissen

    Von
    Isabelle Bartram

    Wissenschaftler*innen forschten über Gentechnik-Gegner*innen in den USA, in Deutschland und in Frankreich. Sie konnten ihre Vorannahme bestätigen, dass Menschen die gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen, einfach nur zu wenig darüber wissen – oder?

  • Lobby für Liberalisierung

    Von
    Kirsten Achtelik

    Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat Anfang Juni 2019 die Stellungnahme „Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung“ veröffentlicht, in der ein neues, sehr liberales Fortpflanzungsmedizinrecht gefordert wird.

  • Studienteilnahme als Wellnessprogramm

    Von
    Ute Kalender

    Die umstrittene NAKO Gesundheitsstudie (siehe Randspalte) will 200.000 Proband*innen intimste Daten und Proben entlocken und der Forschung zur Verfügung stellen. Ein fiktionaler Artikel beschreibt den Prozess, der Menschen dazu bewegen soll ihr Innerstes nutzbar zu machen.

  • 20. Februar 2020

    Unausgereifter Vorstoß

    Von
    Isabelle Bartram

    Ein Beschluss des Bundeskabinetts sieht vor, dass die Polizei bald Augen-, Haut- und Haarfarbe sowie Alter aus DNA-Spuren bestimmen darf. Doch diese Pläne ernten sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus zivilgesellschaftlicher Perspektive Kritik.