Internationaler Handel und Handelspolitik

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Internationale Handelspolitik gibt wichtige Rahmenbedingungen für die nationale sowie EU-weite Gesetzgebung vor. Umwelt- und Verbraucherschutzstandards gelten dabei häufig als reine Handelshemmnisse. Errungenschaften wie das Vorsorgeprinzip, das Staaten die Regulierung riskanter Technologien ermöglicht, werden in Frage gestellt. Auch Entscheidungen wie das Verbot bestimmter Reproduktionstechnologien aus ethischen Gründen oder die staatliche Begrenzung von Arzneimittelpreisen stehen in Verhandlungen um Freihandelsabkommen immer wieder auf dem Prüfstand.

Das Gen-ethische Netzwerk wendet sich gegen die Verwässerung von Standards im Rahmen handelspolitischer Erwägungen und setzt sich für einen global gerechten Welthandel ein.

Beiträge zu diesem Thema

  • Unsere eigene Europäische BürgerInneninitiative gegen TTIP u.a. - jetzt unterstützen!!!

    (Berlin, 7. Oktober 2014) Das zivilgesellschaftliche Bündnis „TTIP unfairhandelbar“ hat heute gemeinsam mit mehr als 200 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus ganz Europa eine wirkliche - selbstorganisierte - Europäische Initiative von Bürgerinnen und Bürgern gegen die Handels- und Investitionsschutzabkommen TTIP und CETA gestartet. Diese Abkommen werden von der Europäischen Union mit den USA beziehungsweise Kanada verhandelt. Die unterstützenden Organisationen reagieren damit auf die Ablehnung einer offiziellen Europäische BürgerInneninitiative (EBI) durch die Europäische Kommission. Gleichzeitig werden die Organisationen gerichtlich gegen die Ablehnung vorgehen. In Bezug auf die geplanten Abkommen befürchten die Mitglieder dieses Bündnisses, dass sich deren Abschluss massiv auf die Umwelt- und VerbraucherInnenrechte in der EU und anderen Staaten auswirken kann. Nur ein Stopp der Verhandlungen sichert den nötigen Schutz. BITTE UNTERZEICHNEN SIE hier online oder auf gedruckten Listen !!!
    [UPDATE Okt. 2015: Die EBI ist beendet, die Sammelei geht weiter. Hunderte von Organisationen und tausende Freiwillige haben in einem Jahr europaweit sage und schreibe mehr als drei Millionen Unterschriften gesammelt!] Weitere Info: www.stop-ttip.org

  • Welthandel und zukunftsfähige Entwicklung - Fachtung der Ev. Akademie Berlin am 24. und 25. September 2014

    (September 2014) Die Evangelische Akademie zu Berlin veranstaltet unter dem Titel „Welthandel und zukunftsfähige Entwicklung“ eine Fachtagung zu dem Thema „Umwelt- und Entwicklungsdimensionen der Transatlantischen Freihandels- und Investitionspartnerschaft (TTIP)“. GeN-Mitarbeiter Christof Potthof wird dort - gemeinsam mit Philipp Frisch von Ärzte ohne Grenzen einen Workshop gestalten, in dem es darum gehen soll, die möglichen Auswirkungen von Welthandel allgemein und dem Freihandels- und Investitionsschutzabkommen TTIP speziell auf den Schutz des geistigen Eigentums herauszuarbeiten. Wir freuen uns über Ihr Interesse; Anmelungen online unter: www.eaberlin.de.

  • Zivilgesellschaftliches Bündnis übergibt 715.000 Unterschriften an Spitzenkandidierende für das EU-Parlament

    (Berlin, 22. Mai 2014) Pünktlich vor den Europawahlen wurden die Spitzenkandidierenden für das Europaparlament heute daran erinnert, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht einverstanden sind mit den derzeitigen Verhandlungen über die Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Mehr als deutlich wurde das durch 715.000 Unterschriften, die das Bündnis TTIP unfairhandelbar seit letztem Herbst gesammelt hat und die den Kandidierenden heute vor der ZDF-Sendung „Wie geht’s, Europa“ in Berlin Mitte symbolisch überreicht wurden. Zum Vergleich für die Größenordnung: Die Stadt Frankfurt am Main hat aktuell rund 685.000 Einwohner/innen. Gesammelt wurden die Unterschriften online und auf der Straße auf zahlreichen Papierlisten.

  • „Der Erfolg der Bewegung“

    Interview mit
    21. Mai 2014

    Derzeit wird in Brüssel die sogenannte „Opt out“-Regulierung verhandelt. Mit dieser würde den Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Entscheidungshoheit übertragen, ob ein bestimmter gentechnisch veränderter Organismus auf ihrem Gebiet angebaut werden darf oder nicht.