Internationaler Handel und Handelspolitik

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Internationale Handelspolitik gibt wichtige Rahmenbedingungen für die nationale sowie EU-weite Gesetzgebung vor. Umwelt- und Verbraucherschutzstandards gelten dabei häufig als reine Handelshemmnisse. Errungenschaften wie das Vorsorgeprinzip, das Staaten die Regulierung riskanter Technologien ermöglicht, werden in Frage gestellt. Auch Entscheidungen wie das Verbot bestimmter Reproduktionstechnologien aus ethischen Gründen oder die staatliche Begrenzung von Arzneimittelpreisen stehen in Verhandlungen um Freihandelsabkommen immer wieder auf dem Prüfstand.

Das Gen-ethische Netzwerk wendet sich gegen die Verwässerung von Standards im Rahmen handelspolitischer Erwägungen und setzt sich für einen global gerechten Welthandel ein.

Beiträge zu diesem Thema

  • Protestaktion: Zivilgesellschaft macht Dampf gegen TTIP

    (Berlin, 6. Mai 2014) „Dampf machen gegen TTIP‟ - unter diesem Motto demonstrierte das Bündnis „TTIP unfairhandelbar“ am heutigen Dienstag in Berlin gegen das EU-US-Freihandels- und Investitionsschutzabkommen TTIP. Bei der Protestaktion fuhr das Bündnis unter anderem eine große Kartoffeldämpfmaschine vor das Brandenburger Tor, die ordentlich Dampf verbreitete. Was Europas Bürger/innen durch TTIP blüht, illustrierten ein Riesen-Chlorhuhn sowie eine Fracking-Spritze, die symbolisch einen Giftcocktail ins Erdreich pumpte. Teilnehmer/innen protestieren mit Schildern, Bannern und Klatschpappen gegen das Abkommen.

  • Gemeinwohl vor Wirtschaftsinteressen: Handelsabkommen TTIP und CETA stoppen!

    (Berlin, 6. März 2014) Das zivilgesellschaftliche Bündnis „TTIP unfairhandelbar“ hat heute eine Unterschriftensammlung gegen die Handelsabkommen TTIP und CETA gestartet. Diese werden von der Europäischen Union mit den USA beziehungsweise Kanada verhandelt. Die Mitgliedsorganisationen des Bündnisses sind im höchsten Maße besorgt, weil sich ein Abschluss dieser Abkommen massiv auf die Umwelt- und VerbraucherInnenrechte in der EU und anderen beteiligten Staaten auswirken kann. Nur ein Stopp der Verhandlungen sichert den nötigen Schutz. BITTE UNTERZEICHNEN SIE hier online oder auf gedruckten Listen !!!
    Die Aktion ist beendet, das Abstimmungs-Tool ist abgeschaltet. 1.000 Dank für Ihre Unterstützung! Hier finden Sie ein Video zur symbolischen Übergabe von 714.809 Unterschriften an die SpitzenkandidatInnen der Parteien (in Deutschland) für die Wahl zum Europäischen Parlament. Die Übergabe fand am 22. Mai 2014 statt.

  • EU-Parlament darf Handelsabkommen mit USA und Kanada nicht zustimmen

    (Berlin, 6. März 2014) Kurz vor Beginn der vierten Verhandlungsrunde über ein Freihandels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA startet das Bündnis „TTIP unfairhandelbar“ heute eine breit angelegte Unterschriftenaktion (online und mit gedruckten Listen). Das Gen-ethische Netzwerk ist Teil dieses Bündnisses. „Wir wenden uns mit dieser Aktion an die Kandidatinnen und Kandidaten für das EU-Parlament und fordern sie auf, die Ratifizierung der Handelsabkommen mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP) zu verweigern“, sagt Steffen Stierle von Attac Deutschland stellvertretend für das gesamte Bündnis.

  • Chancen für die Wirtschaft oder Angriff auf die Demokratie?

    (Februar 2014) Attac Berlin veranstaltet am 12. Februar in Berlin einen Abend zu den Verhandlungen über ein Freihandels- und Investitionsschutzabkommen (TTIP) zwischen der Europäischen Union und den USA. Das GeN unterstützt die Veranstaltung und freut sich über regen Besuch.

  • TTIP-Kritiker vor Etappensieg – EU unterbricht Verhandlungen über Konzern-Klagerechte

    (Berlin, 21. Januar 2014) Vorsichtig optimistisch reagierte heute das NGO-Bündnis TTIPunfairHandelbar in Berlin auf die angekündigte Verhandlungspause bei den umstrittenen Sonderklagerechten für internationale Konzerne. Die EU-Kommission wollte diese im Rahmen des EU-USA-Freihandelsabkommens (TTIP) einführen, schlägt nun aber angesichts breiten politischen Widerstandes eine teilweise Verhandlungspause und öffentliche Konsultationen vor.