Internationaler Handel und Handelspolitik

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Internationale Handelspolitik gibt wichtige Rahmenbedingungen für die nationale sowie EU-weite Gesetzgebung vor. Umwelt- und Verbraucherschutzstandards gelten dabei häufig als reine Handelshemmnisse. Errungenschaften wie das Vorsorgeprinzip, das Staaten die Regulierung riskanter Technologien ermöglicht, werden in Frage gestellt. Auch Entscheidungen wie das Verbot bestimmter Reproduktionstechnologien aus ethischen Gründen oder die staatliche Begrenzung von Arzneimittelpreisen stehen in Verhandlungen um Freihandelsabkommen immer wieder auf dem Prüfstand.

Das Gen-ethische Netzwerk wendet sich gegen die Verwässerung von Standards im Rahmen handelspolitischer Erwägungen und setzt sich für einen global gerechten Welthandel ein.

Beiträge zu diesem Thema

  • Die Angsthasen sitzen in Davos

    (Berlin, 23. Januar 2015) Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat bei der Gesprächsrunde „Europe’s Twin Challenges: Growth and Stability“ auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos auf den Widerstand gegen das Handelsabkommen TTIP mit den USA mit Wählerbeschimpfung reagiert. Das Bündnis TTIP UnfairHandelbar, dem auch das Gen-ethische Netzwerk zugehört, weist dies zurück.

  • Öffentliche Konsultation: 97 Prozent gegen Investorenschutz in TTIP

    (Berlin und Strasbourg, 13. Januar 2015) Heute nachmittag hat EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation zum Investorenschutz in dem aktuell zwischen der EU und den USA verhandelten Freihandelsabkommen TTIP vorgestellt. Das wichtigste Ergebnis: 97 Prozent der Antworten sprechen sich gegen Schiedsgerichte zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Staaten und Konzernen aus.

  • Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA erreicht eine Million Unterschriften in Rekordzeit

    (Berlin und Brüssel, 04. Dezember 2014) In knapp zwei Monaten haben europaweit mehr als eine Million Menschen die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative „Stop TTIP“ unterzeichnet. Sie fordern einen Stopp der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP mit den Vereinigten Staaten und wehren sich gegen die Ratifizierung des Abkommens CETA mit Kanada. Organisiert wird die am 7. Oktober 2014 gestartete Bürgerinitiative von einem aus über 320 europäischen Organisationen bestehenden Bündnis. [Pressemitteilung (Bündnis „Stop TTIP‟)]

  • CETA im Fokus

    18. November 2014

    Seit über einem Jahr schon regt sich Protest gegen TTIP. CETA hingegen, das „Comprehensive Economic and Trade Agreement" zwischen der EU und Kanada, kam dabei lange Zeit kaum ins Blickfeld der KritikerInnen - zu Unrecht. In den vergangenen Wochen hat sich das geändert.

  • Unsere eigene Europäische BürgerInneninitiative - wie weiter?

    Herzlichen Dank, dass Sie die Europäische BürgerInneninitiative gegen die Freihandels- und Investitionsschutzabkommen TTIP und CETA unterstützt haben!

    Bitte informieren Sie auch Freundinnen und Freunde - vielen Dank.