Pharmakonzerne

Piktogramm: Erlenmeyerkolben mit Flüssigkeit und daraus hervorgehendem Molekül

Die Arzneimittelindustrie versucht auf vielfältigem Wege, deregulierend auf politische Entscheidungsprozesse einzuwirken und dadurch ihre Gewinnmargen zu erhöhen. Dazu betreibt sie Lobbyarbeit auf nationaler und internationaler Ebene, übt Einfluss auf Selbsthilfeorganisationen von Patient*innen aus, finanziert interessengeleitet akademische Forschung und lässt Ärzt*innen Zahlungen und Vergünstigungen zukommen.

Die negativen Implikationen für die Patient*innen sind groß: Verzerrte Studienergebnisse, Vertuschung von Skandalen, verkürzte Zulassungsprozesse von Medikamenten, Forschung an nicht-einwilligungsfähigen Menschen, steigende Arzneimittelpreise und eine schlechte medizinische Versorgung.

Beiträge zu diesem Thema

  • Streit um Biologicals

    5. November 2015

    Wie die Debatte um biologische Arzneimittel dazu beitrug, die Verhandlungen zum Trans-Pazifischen Freihandelsabkommen zum Stillstand zu bringen.

  • TTIP: Die Pharma-Lobby mischt mit

    5. November 2015

    Mindestens 40 Millionen Euro hat die Pharma-Lobby im Jahr 2014 ausgegeben, um die EU-Institutionen in Brüssel zu beeinflussen. Das ist 15mal mehr als Organisationen der Zivilgesellschaft zur Verfügung hatten, die sich zum Beispiel für einen besseren Zugang zu Medikamenten einsetzen.

  • Verhütungsimplantat Jadelle: Nein zu bevölkerungspolitischen Vermarktungsoffensiven!

    (Köln, 26. Mai 2015)  Wir protestieren gegen die weltweite Vermarktungsoffensive von Bayer HealthCare mit dem Hormonimplantat Jadelle! Gemeinsam fordern wir einen Stopp der Vermarktung von Jadelle im Rahmen bevölkerungspolitischer Programme. Mehrere Organisationen werden auf der Aktionärs-Hauptversammlung von Bayer am 27. Mai präsent sein und in ihren Redebeiträgen häufige Nebenwirkungen und eine Unterordnung reproduktiver Gesundheitsbelange unter bevölkerungspolitische Ziele kritisieren.

  • Implantierte Verhütung

    Das Verhütungsmittel-Implantat Jadelle von Bayer, das fünf Jahre lang Hormone in den Körper abgibt, wird derzeit subventioniert und in aller Welt verbreitet. Hintergrund: Der Kampf um Marktanteile und ein Rollback in der Bevölkerungspolitik.

  • Ethik stört den Wettbewerb

    21. Dezember 2012
    Eine neue EU-Verordnung soll die Durchführung von Arzneimitteltests in den Mitgliedstaaten vereinfachen. Sollte sie in Kraft treten, würden auch zentrale ethische Prinzipien für die Forschung am Menschen über Bord geworfen.