Seit Ende letzten Jahres bietet die US-amerikanische Firma AncestryDNA ihre Abstammungsgentests offiziell auf dem deutschen Markt an. Den wenigsten Kund*innen sind die unvorhersehbaren Datenschutzrisiken klar, die hinter den fröhlichen Werbebildern stecken.
(Berlin, 20.05.2019) Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (15.05.) beschlossen die DNA-Analyse von Alter, Augen-, Haut- und Haarfarbe im Rahmen der baldigen Strafrechtsreform bundesweit einzuführen.
Die Rechtsberatungsbroschüre „Der polizeiliche Zugriff auf DNA-Daten: Strategien der Gegenwehr“ ist jetzt in aktualisierter Form kostenlos als PDF erhältlich.
Besonders in der Vorweihnachtszeit werden Abstammungsgentests mit fröhlichen Bildern und Videos als perfektes Geschenk beworben. Vor einer Kaufentscheidung lohnt sich ein genauer Blick darauf, was Abstammungsgentests tatsächlich technisch leisten und welche konkreten und hypothetischen Datenschutzrisiken Kund*innen eingehen.
Mehr als 30 Jahre nach Ende der Mordserie konnte die kalifornische Polizei eine Festnahme im Fall des „Golden State Killers“ machen. Die neue Spur entstand durch den Zugriff auf eine öffentliche Genealogie-DNA-Datenbank. Der spektakuläre Fall macht deutlich, dass Nutzer_innen von Internet-DNA-Datenbanken nicht mit Privatsphäre und Datenschutz rechnen können.