Money makes the belly round – Kinderwunsch als Globales Geschäft

Schwerpunkt

Was kostet eine Kinderwunsch-Behandlung? Sollten Eizell„spender*innen" entlohnt werden? Und was ist der Preis für eine Leihschwangerschaft? Bei Reproduktionstechnologien geht es oft um Geld. Was kaum thematisiert wird, ist die Marktlogik dahinter: Wer verdient am Kinderwunsch? Was wird hier alles verwertbar gemacht? Und welchen Dynamiken folgt dieser undurchsichtige Markt? Der aktuelle GID Schwerpunkt bietet eine kritische Analyse.

Impressum

GID MAGAZIN – Gen-ethischer Informationsdienst Nr. 277, 
Mai 2026 vom 21.05.2026 / 42. Jahrgang, ISSN 2941-1084. 
Redaktion: Laura Theuer (lt) (ViSdP), Jonte Lindemann (jl), Judith Düesberg (jd), Kosmas Hench (kh) 
Kooperation mit biorespect: Gabriele Pichlhofer (gp), Tino Plümecke (tp) 
Gestaltung: Agnes Raguse  
Titelbild: Agnes Raguse / /KI-generierte Fotomontage mit Freepik-Pikaso

Artikel in dieser Ausgabe

  • In Bewegung

    Von Die GID-Redaktion

    Berichte, Empfehlungen & Termine

  • Money makes the belly round

    Geschäftsleute sitzen an einem ovalen Holztisch mit eingearbeiteter Form einer Gebärmutter und arbeiten mit Laptop, Tablet und Dokumenten
    Von Jonte Lindemann

    Was kostet eine Kinderwunschbehandlung? Sollten Eizell„spender*innen“ entlohnt werden? Und was ist der Preis für eine Leihschwangerschaft? Bei Reproduktionstechnologien geht es oft um Geld. Was kaum thematisiert wird, ist die Marktlogik dahinter. Dieser Schwerpunkt bietet eine kritische Analyse.

     

  • 20. Oktober 2026

    Wachstumsbranche Assistierte Reproduktion

    Gebilde aus Blumen und grünen Blättern in Form einer Gebärmutter, umgeben von einem schwarzen Zaun auf rotem Hintergrund
    Von Stefanie Graefe Susanne Lettow

    In Debatten um technologisch assistierte Reproduktion geht es häufig um die Frage, ob etwa eine Eizell„spende“ oder Leihschwangerschaft entlohnt werden sollte, seltener auch darum, ob Klinikkonzerne und Vermittlungsagenturen mit der körperlichen Dienstleistung Anderer Geld verdienen dürfen. Was aber geschieht, wenn man Eigentumsverhältnisse ins Zentrum der Analyse rückt?

  • 20. Oktober 2026

    „Wir wissen erstaunlich wenig über mögliche Risiken“

    Interview mit Diane Tober

    Deutschland und die Schweiz erwägen eine Legalisierung der Eizell„spende“. In der Schweiz wurde das Gesetzgebungsverfahren bereits eingeleitet – trotz unzureichender Forschungslage. Das kritisiert Diane Tober im Interview. Statt um Hilfe zur Erfüllung des Kinderwunsches gehe es um harte Marktinteressen auf Kosten der Gesundheit von Eizellgeberinnen.

  • Im Paket enthalten: Selektion

    Von Jonte Lindemann

    Etwa jedes sechste Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Immer mehr Menschen nehmen zur Erfüllung ihres Kinderwunsches assistierte Reproduktion im In- und Ausland in Anspruch. Und zahlen dafür. Welche Rolle spielen genetische Tests als Zusatzleistung? 

  • 20. Oktober 2026

    „Restriktive Gesetzgebung hat einen Dominoeffekt“

    Interview mit Amrita Pande

    Seit mehr als 20 Jahren forscht Amrita Pande zu Leihschwangerschaft. Im Interview spricht sie über den globalen Fertilitätsmarkt und seine Anpassungsfähigkeit. Restriktive Gesetze in einzelnen Ländern sieht sie als Problemverlagerung. Daher sucht sie nach anderen Lösungsansätzen. 

     

  • Verstreicht die große Chance?

    Fünf Personen stehen hinter einem langen, geschwungenen Pult mit Namensschildern und Wassergläsern, im Hintergrund eine Wand mit dem Schriftzug 'AMK 2026 BAYERN'
    Von Judith Düesberg

    Die letzte Abstimmung zu veränderten Regeln für die neuen Gentechniken ist für Mai geplant. Die Sorge vor einem Dickicht aus Patenten und gravierenden Folgen für die Pflanzenzucht in Europa mobilisiert Landespolitiker*innen, Verbände und Zivilgesellschaft in Deutschland. Wird die Patentfrage zum Stolperstein für die EU-Kommission?

  • Rezension: Die Hoffnung, das Hier und Jetzt zu verändern

    Cover des Buches "Murray Bookchin und die soziale Ökologie – Eine intellektuelle Biografie" von Gerber. Das Cover zeigt eine Schwarz-weiß-Fotografie eines Mannes mit erhobenem Arm vor einem Mikrofon auf einem Podium.
    Von Judith Düesberg

    Die soziale Ökologie analysiert die Interaktionen zwischen sozialen und natürlichen Systemen. Zu ihren Pionier*innen zählt Murray Bookchin, der als einer der ersten Linken den Klimawandel und die Umweltkrisen in den Mittelpunkt seiner Theorien stellte.

  • Rezension: Fünfzig Jahre für die Selbstbestimmung

    Cover des Buchs "Frech und frei: 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung" von Udo Sierck, gestaltet mit roten, blauen und gelben grafischen Elementen und stilisierten blauen und roten Figuren.
    Von Kosmas Hench

    Mit „Frech und frei“ hat Udo Sierck eine persönliche Chronik der deutschen Behindertenbewegung seit den 1970er Jahren vorgelegt. Er zeigt dabei sowohl Kontinuitäten als auch Errungenschaften im Kampf um die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung auf.

  • Magazin

    Von GID-Redaktion

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