Wissenschaftskritik

Piktogramm: Paragraf, Erlenmeyerkolben, Faust

Wissenschaft wird von Seiten staatlicher Forschungspolitik seit Jahrzehnten als Ausgangspunkt ökonomischen Wachstums betrachtet. Die Förderpolitik zielt in erster Linie auf die Entwicklung ökonomischer Potenziale und vermarktbarer Produkte. Die kooperierende Industrie ist jedoch kein neutraler Partner, sondern beeinflusst – wie viele Studien belegen – oftmals das Ergebnis der von ihr finanzierten Forschung und die Publikation der Ergebnisse.

Durch diese zunehmende Ökonomisierung stehen auch Grundlagenforscher*innen unter dem Druck, spektakuläre Ergebnisse zu produzieren und zu vermarkten. Die Kommunikationsabteilungen wissenschaftlicher Institute tragen dazu bei, mediale Hypes und uneinlösbare Versprechen zu erzeugen. Kein Wunder also, dass Studien immer wieder zeigen, dass ein großer Teil der Forschungsergebnisse nicht reproduzierbar ist.

Beiträge zu diesem Thema

  • Zeit für Veränderung!

    1. November 2010

    Entscheidungen über Forschungsförderung sind politische Entscheidungen. Mehr als deutlich wird das am Beispiel des Konzepts der Bio-Ökonomie. GeneWatch UK hat sich die Vergabe öffentlicher Forschungsgelder im Bereich der Biowissenschaften in Großbritannien und in der Europäischen Union genauer angesehen.

  • Grundlagen des Rassismus

    1. November 2010

    Am Grund der Sarrazin-Debatte steht ein weit verbreiteter biologischer Determinismus. Anmerkungen zur jüngsten Debatte über erbliche Intelligenz-Unterschiede bei MigrantInnen.

  • Rezension: Der Vitamin C-Bluff

    10. September 2010

  • Übernimm Verantwortung für Dein Genom!

    5. Mai 2010

    Epigenetik ist der neue Hype: nicht nur in der Forschung. Ein Blick in die Ratgeberliteratur erkundet die neuen Wege der Selbstsorge und Prävention.

  • Das große Zwitschern

    5. Mai 2010

    Der Zebrafink ist das neue Parademodell der Verhaltensforschung. Wenn er singt, interagieren Genom und Synapsen im Vogelhirn. Das Dogma der neuronalen Plastizität genetisch gewendet.